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Die Studienfahrt des Profils Umwelt und Lebensqualität steht unter dem Thema „Meeresbiologie“. Die Gruppe fährt gemeinsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Pula und absolviert dort verschiedene Kurstage in der Meeresschule. Die Meeresschule Valsaline ist eine biologische Station für Lehre und Forschung. Sie liegt im Süden der Stadt Pula an der naturbelassenen Bucht Valsaline direkt am Meer.
Adresse der Meereschule / Website Meeresschule Valsaline,
Valsaline 31, 52100 Pula, Hrvatska / Croatia
Ein vergleichbares Angebot ist in Deutschland oder seinen angrenzenden Ländern nicht zu finden. Pula stellt für uns die einzige Möglichkeit dar, tiefer in die Thematik der Meeresbiologie einzusteigen. Dieser Bereich der Ökologie kann sonst nur theoretisch besprochen werden.
Die Meeresschule bietet speziell für Schulklassen und Jugendgruppen ein interessantes und spannendes Programm. Einzelne Projekttage sind ausgewählten Themen gewidmet, die didaktisch dem Alter und der Vorbildung der Schüler entsprechend aufbereitet werden. Diese Module werden je nach Interessensgebiet und Aufenthaltsdauer zum endgültigen Projekt verbunden. Es stehen Ausfahrten mit Booten, Schnorcheln und die Beobachtung und Bestimmung von Meeresorganismen auf dem Programm. Folgende Kurstage können die Schülerinnen und Schüler absolvieren:
Neben dem Einüben biologischer Methoden erlangen die Schülerinnen und Schüler eine breitere Artenkenntnis. Dabei sollen die in der Schule gelernten Schemata und Baupläne von Organismen durch lebendige Darstellung und farbenprächtige Dias „zum Leben erweckt“ werden. In zahlreichen Meeresaquarien mit fließendem Meereswasser können die Tiere und Pflanzen der Umgebung in Ruhe beobachtet und studiert werden. Die Schüler gewinnen Einblick in die für die uns fremde Lebensstrategie der Sessilität und sollen selbst sessile Organismen finden und beschreiben lernen.
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihre Kenntnisse in der Arbeit mit dem Mikroskop. Sie lernen die Methode des Seegrasdredschens (eine Sammelmethode vom Boot aus) kennen und richten ein Seegrasaquarium ein. Sie lernen die Methode des Planktonfischens mit dem Boot kennen und sie lernen das methodische Arbeiten an der Küste (Kartierung, quantitative und qualitative Bestimmung von Organismen.)
Es sollen nicht nur globale Probleme im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Meere vermittelt werden sondern die Schüler sollen für den bedrohten Lebensraum Mittelmeer sensibilisiert werden. Umweltproblematiken, die durch Wirtschaft, Industrie und Tourismus entstehen werden aufgezeigt und mögliche Lösungen angeboten. Vor allem wird Wert darauf gelegt, welchen Beitrag jeder Einzelne zur Schonung unserer Umwelt leisten kann. Themen wie „Meeresschnee“, Gewässereutrophierung, Müll, Ölkatastrophen, Treibhauseffekt und Ozonloch werden angesprochen. Die ökologisch extrem bedeutsame Welt des freien Wasserkörpers mit der Lebensgemeinschaft des Planktons, jenen frei schwebenden meist mikroskopisch kleinen Tieren und Pflanzen wird untersucht und wichtige Zusammenhänge mit globalen Auswirkungen werden vermittelt.
Die Schülerinnen und Schüler werden im ersten Kurstag an das Thema herangeführt. Sie lernen später ökologische Methoden im Freiland kennen und wenden sie dann an. Die Schüler sammeln dann im Rahmen eines Projektes Daten, die mit dem Computer ausgewertet und anschließend präsentiert werden. So bekommen die Schülerinnen und Schüler die Methodik der Freilandökologie vermittelt und üben am Ende auch die Nutzung von Datenverarbeitungs- und Präsentationsmedien, was ihnen für die Profilwoche 2 und auch für spätere Präsentationsprüfungen zugute kommt.


