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Das Schulprogramm der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule

Das Schulprogramm als PDF (Download)

Inhaltsverzeichnis

I.                Leitbild

II.             Pädagogische Grundsätze und Struktur unserer Schule

III.     Umsetzung in unserem Alltag

Europaschule /Interkulturelles Lernen

1.    Europäische Dimension

2.    Sprachen und Sprachzertifikate

3.    Bilingualer Unterricht

4.    Europaschulportfolio, Sprachenportfolio, Berufswahlportfolio

5.    Partnerschulen/Austausch/Projekte/Internationale Betriebspraktika

Integrierte Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe

1.    Flexible Schullaufbahn

2.    Individuelle Förderung   

3.    Soziales Lernen

Reformorientierung/Qualitätssicherung

1.    Teamarbeit-Jahrgangsteams

2.    Handlungsorientiertes Arbeiten

3.    Fächerverbindendes Lernen/Profilarbeit in der Oberstufe

4.    Methodentraining

5.    Medienerziehung

6.    NAWI

7.    Verlässliche Schule

8.    Fortbildung

Ganztagsschule

            Ausbildungsschule

Öffnung nach außen

1.     Elterninitiativen

2.     Umwelt und Erziehung zur Nachhaltigkeit bzw. Gleichberechtigung

3.     Kooperationspartner

I. Leitbild

„Auf die Entfaltung der Persönlichkeit hat jeder Mensch kraft seiner Menschenwürde ein unverlierbares Recht.“

(Oswald von Nell-Breuning)

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule ist die weiterführende Schule in der Stadt Rödermark und Angebotsschule in der Region. Sie versteht sich als allgemein bildende Schule für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangs-stufen 5-13. Ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllt die Schule

  • durch die individuelle Förderung und Forderung der einzelnen Schüle-rinnen und Schüler sowie durch die soziale Integration nicht nur inner-halb der Schülerschaft, sondern auch in den Institutionen und Verei-nen der Stadt und der Region.
  • durch die Arbeit an einem positiven Lernklima, um anspruchsvollen, modernen und zukunftsorientierten Unterricht in einer zusammen-wachsenden Welt zu bieten und Schülerinnen und Schüler damit auf die Anforderungen einer globalisierten Welt vorzubereiten.
  • durch Wecken lebenslanger Neugierde.
  • durch den Aufbau von sozialer Verantwortung, gegenseitiger Wert-schätzung und Achtung.

II. Pädagogische Grundsätze und Struktur unserer Schule

 Pädagogische und inhaltliche Einheit

An der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule bilden die Klassen 5 - 13 eine inhaltliche und pädagogische Einheit. In der Sekundarstufe I (Mittelstufe) haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte im Wahlpflichtbereich und je nach Leistung in den differenzierten Kursen zu setzen. Diese Schwerpunktbildung können sie im Kurssystem der Sekundarstufe II (Oberstufe) fortführen.

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule nimmt neben allen Schülerinnen und Schülern Rödermarks nur solche Kinder aus anderen Kommunen in die Jahrgangsstufe 5 auf, die zur Vervollständigung des sozialen Abbildes der Gesellschaft in der Schule beitragen. In die Oberstufe nehmen wir von den an einer Neuanmeldung interessierten Schülerinnen und Schülern bevorzugt solche auf, die ein repräsentatives Spektrum innerhalb des Gymnasialen Bildungsganges fördern.

Dabei setzt unsere Schule in ihrer Arbeit folgende Schwerpunkte:

  • Schule soll sich an der Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler orientieren. Deshalb berücksichtigen wir bei der Auswahl der Themen und Inhalte die aktuellen Lebensbezüge der Jugendlichen ebenso wie die Anforderungen von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
  • Schule muss sich den häuslichen Bedingungen der Schülerinnen und Schüler, die sich außer in traditionellen Familienstrukturen verstärkt in pluralen und individuellen Lebensstilen äußern, öffnen und durch individuelle Fördermaßnahmen Defizite ausgleichen.
  • Die daraus folgenden Veränderungen von Werthaltungen und Erziehungsnormen, der so genannte Wertewandel, macht die Festigung der Grundwerte unserer Gesellschaft besonders notwendig.
  • Die Allgegenwart der Medien erfordert ein modernes Medienkonzept.
  • Die tiefgreifenden Veränderungen der Wirtschafts- und Arbeitswelt verlangen von uns differenzierte Antworten in Bezug auf die Förderung der Zukunftschancen unserer Schülerinnen und Schüler.

Mit der Struktur und Organisation unserer Schule versuchen wir auf die Veränderungen unserer Umwelt und den sich daraus ergebenden Anforderungen zu reagieren.

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule ist

  • eine Europaschule

Als Europaschule steht die Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf die Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Bürgerinnen und Bürger in einer zusammenwachsenden Welt im Zentrum unserer Arbeit.

In unserer Bildungsarbeit fördern wir die internationale Verständigung, die europäische Vereinigung und das interkulturelle Lernen. Wir sind Teil des Netzwerks der deutschen Europaschulen, fördern die Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler durch unser breites Sprachenangebot, frühes Fremdsprachenlernen, internationale Sprachprüfungen (Cambridge Certificates, DELF), internationale Zertifikate (Certilingua) und den bilingualen Unterricht, nehmen durch das europäische Curriculum verstärkt europäische Inhalte in den Fachunterricht auf und unterhalten internationale Kontakte in Form von Projekten. Hierzu gehören Internet-Projekte, Internationale Betriebspraktika, thematisch orientierte Schüleraustauschprogramme und Europäische Programme. Durch Methodentraining, Fortbildung und Evalua­tion arbeiten wir an einer stetigen Verbesserung unseres Fremdsprachenunterrichts.

In Zukunft werden wir unser Sprachenangebot und unsere Projekte weiter stärken und ausbauen und die europäische Dimension noch mehr in den Mittelpunkt unseres Unterrichts stellen. Für eine Qualitätsüberprüfung und –sicherung evaluieren wir verstärkt den Unterricht, Projekte und Programme und richten unseren Unterricht aus auf die Förderung von Kompetenzen wie Fachkompetenz, Berufsbezogene Kompetenz, Kompetenzen im Bereich Mehrsprachigkeit, soziale Kompetenz und  Interkulturell-kommunikative Kompetenz. Auf diese Weise sollen unsere Schülerinnen und Schüler zu handlungsfähigen, aktiven, mobilen und flexiblen Europäern und Europäerinnen erzogen werden.  

  • eine integrierte Gesamtschule mit Oberstufe

Als Integrierte Gesamtschule bieten wir den Schülerinnen und Schülern neben der Förderung ihres individuellen Bildungswegs die Möglichkeit, gemeinsam in leistungsheterogenen Gruppen zu lernen. Dies geschieht durch die Koppelung von leistungsdifferenzierten Fachgruppen (Differenzierung auf zwei oder drei Leistungsniveaus) mit leistungsheterogenen Kerngruppen, durch die Möglichkeit der Umstufung statt Wiederholung von Klassen und durch das Angebot aller Schulabschlüsse (vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur). Wir erachten es als eine zentrale Chance der Integrierten Gesamtschule, die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler durch gemeinsames Lernen, Projekte (z.B. Patenschaften) und die Übernahme von Verpflichtungen zu stärken.

In Zukunft werden wir die individuelle Förderung ausbauen durch eine verbesserte Diagnostik, durch individuelle Lernverträge und durch eine spezielle Förderung von leistungsschwachen Schülern und von Hochbegabten.

  • eine reformorientierte Schule

Als reformorientierte Schule verbinden wir bewährte pädagogische Ansätze mit neuen Entwicklungen für Unterricht und Schulorganisation. Aufbauend auf dem differenzierenden System der Integrierten Gesamtschule haben wir für die Schülerinnen und Schüler ein Methodencurriculum entwickelt, in dem sie das Lernen lernen. Außerdem haben wir einen Fortbildungsplan für das Kollegium festgeschrieben, der dem Entwicklungsbedarf der Schule gerecht wird. Auch greifen wir neue Anforderungen der Medienpädagogik auf (z.B. Einrichtung von Laptopklassen).

Diese Angebote wollen wir in Zukunft festigen und weiter im Sinne eines schülernahen, reformorientierten und modernen Unterrichts ausbauen.

 

  • eine Schule mit einem Ganztagsangebot

Als Schule mit einem Ganztagsangebot bieten wir den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5 bis 8 an vier Nachmittagen in der Woche Arbeitsgruppen  zu verschiedenen Themen an.

Diese Arbeitsgruppen werden von Lehrkräften, Oberstufenschülerinnen und -schülern, Honorarkräften, Vereinstrainern und Mitarbeitern der städtischen Jugendpflege geleitet. Zudem führen die Oberstufenschülerinnen und Schüler betreute Hausaufgabenhilfe durch. An unserer pädagogischen Mittagsbetreuung teilnehmende Schülerinnen und Schüler können somit montags bis donnerstags flexibel bis 16.10 Uhr unterrichtet und betreut werden.

In der Mittagspause können die Schülerinnen und Schüler ein warmes Mittagessen im Bistro einnehmen.

Die Anmeldung erfolgt verbindlich für ein Schulhalbjahr.

In Zukunft werden wir dieses Angebot weiter ausbauen und für die Jahrgänge 5-10 jahrgangs-gemäß spezialisieren, die Kooperation mit außerschulischen Partnern vorantreiben, die Kon-zeption der Hausaufgabenbetreuung und die Fortbildung der Oberstufenschülerinnen und -schüler, die an der Hausaufgabenbetreuung mitwirken, weiterentwickeln sowie den Schultag für die Eingangsklassen nach den Erfordernissen der Ganztagsschule rhythmisieren.

  • eine Schule, die sich nach außen öffnet

Als Schule am Ort begreifen wir uns als Teil des öffentlichen Lebens in Rödermark. Wir ermuti-gen unsere Schülerinnen und Schüler, mündige Bürger zu werden. Dazu fördern wir durch Praktika und Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, aber auch ortsnahen Betrieben die Berufsorientierung und veranstalten alle drei Jahre in Kooperation mit der Stadt ein Symposium, das inhaltlich durch Dozenten verschiedener Universitäten getragen wird. Zudem richten wir im Verlauf des Schuljahres verschiedene Feste und Feierlichkeiten aus, zu denen die Eltern und Bürger der Stadt eingeladen sind. Schon jetzt setzt sich eine große Zahl von Eltern im Förderverein, in der Bibliothek und im Bistro aktiv für die Schule ein. Vereine, Gewerbe und Unternehmen und parteiübergreifend die Politik stützen die Schule von außen. Wir wollen die Öffnung nach außen im Rahmen der Entwicklung zur Ganztagsschule ausbauen, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen, Vereinen und Betrieben weiter stärken und in der alltäglichen Arbeit noch mehr kooperieren.

III. Umsetzung in unserem Alltag

Europaschule / Interkulturelles Lernen

1. Europäische Dimension

Aufgrund unseres Status als Europaschule sind wir dem europäischen Gedanken besonders verpflichtet. Dies schlägt sich in all unseren schulischen und außerschulischen Aktivitäten nieder. Die Europäische Dimension wurde in alle schulischen Lehrpläne eingearbeitet.

Sie soll in Zukunft noch stärker im Mittelpunkt unserer schulischen Arbeit stehen und prägendes Merkmal der Unterrichtsarbeit sein, um unsere Schülerinnen und Schüler auf die europäischen und internationalen Forderungen nach einer interkulturellen Kommunikations- und Handlungsfähigkeit vorzubereiten. Als Europaschule bemühen wir uns besonders um die Erziehung  unserer Schülerinnen und Schüler zu Offenheit, Toleranz und  Solidarität.   

2. Sprachenangebot und Sprachenzertifikate

Die Schule verfügt über ein vielfältiges Sprachenangebot. Neben Englisch als 1. Fremdsprache gibt es für interessierte Schülerinnen und Schüler bereits ab Klasse 5 wahlweise Spanisch oder Französisch als 2. Fremdsprache.

Die Sprachen werden innerhalb eines integrierten Sprachenkonzeptes unterrichtet, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede der bereits gelernten und neu zu lernenden Sprachen sowie der Sprache Deutsch bewusst ins Blickfeld gerückt werden. Dies geschieht durch verstärkte Koordination bei Lern-, Vermittlungs- und Bewusstmachungsstrategien im Sprachunterricht. Das integrierte Sprachenkonzept hat zum Ziel, einerseits eine größere Zahl von Schülerinnen und Schülern mit kommunikativen Basiskompetenzen auszustatten, andererseits sprachlich begabten Schülerinnen und Schülern vertiefte Sprachkompetenzen auf höherem Niveau zu ermöglichen und dadurch Sprachenzertifikate wie DELF, das Cambridge Certificate, und vor allem das Zertifikat Certilingua- europäisch anerkannter Hochschulzugang - zu erlangen.

Beim Sprachenkonzept soll in den kommenden Jahren verstärkt Wert auf Methodik gelegt werden.

Wir haben folgende Angebote:

Ab Klasse 5

  • Englisch und Bilinguale AG (Bili-AG) (1. Fremdsprache)
  • zusätzlich bei Interesse und Fähigkeit Französisch oder Spanisch (2. Fremdsprache)

Ab Klasse 6

  • Bili-Unterricht in festen Lerngruppen bis Klasse 10, dann Weiterführung in der Oberstufe

Ab Klasse 7

  • Französisch, Spanisch, Latein (2. Fremdsprache)

Ab Klasse 9

  • Französisch, Spanisch, Latein, Italienisch (2. und 3. Fremdsprache)

Ab Klasse 11

  • Italienisch für Anfänger, Weiterführung der ersten, zweiten und dritten Fremdsprache

3. Bilingualer Unterricht

Im 5. Jahrgang hat ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Regelunterricht zwei Stunden Englisch. Der Unterricht findet einsprachig statt und dient als Vorbereitung auf den sogenannten bilingualen Unterricht ab Klasse 6. Anschließend wird in den Jahrgangsstufen 6 und 7 die Fachergänzung Geographie, in Stufe 8 Biologie, in Stufe 9 und 10 Politik und Wirtschaft auf Englisch unterrichtet.

In den Stufen 11-13 kann „History in English“, in den Stufen 12 und 13 außerdem „Politics and Economics“ gewählt werden, mit der Möglichkeit in diesen Fächern die Abiturprüfung auf Englisch abzulegen.

Grundsätze des bilingualen Sachfachunterrichts

Englisch ist internationale Arbeitssprache und Kommunikationsmittel. Im bilingualen Sachfachunterricht ist sie Mittel und Gegenstand zugleich.

Hier ist der Frühbeginn der Fremdsprache wichtig. Um Kontinuität von Klasse 3 bis zum Sachfachunterricht zu gewährleisten, kooperieren Kolleginnen und Kollegen unserer Schule mit den betroffenen Grundschulen. So wird der Englischunterricht ab der Klasse 3 z.T. von abgeordneten Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule unterrichtet. 2008 fand eine  Kooperation zwischen Grundschulen im Umfeld und unserer Schule unter dem Titel „Bridge the Gap“ statt. Diese Veranstaltungsreihe wird fortgeführt

Im Rahmen des Regelunterrichts wird bilingualer Unterricht bei uns inzwischen in den Jahrgängen 5-13 unterrichtet.

Die bilingualen Unterrichtseinheiten sollen jeweils einen erklärenden, einen informierenden, einen forschenden und einen praktischen Teil beinhalten.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 findet bilingualer Unterricht in den Stufen 5-10 als integrierter Sprach- und Sachfachunterricht statt, der jeweils von ein- und derselben Lehrkraft erteilt wird.

Unter Beachtung der Gesamtstruktur unserer Schule führt ein bilingualer Zweig bis zum Abitur, der sich ab der Jahrgangsstufe 12 in das Profilsystem der Oberstufe einfügt.

Schülerinnen und Schüler des Europaprofils legen in den Fächern Geschichte und Politik und Wirtschaft regelmäßig und zunehmend sowohl ihre Präsentationsprüfung als auch die mündliche Prüfung in englischer Sprache ab.

Gleichzeitig wollen wir das fremdsprachliche Angebot für alle Schülerinnen und Schüler erweitern, um sie auf die Erwartungen des zunehmend international geprägten Arbeitsmarktes vorzubereiten. Die Teilnahme am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Geschehen ist nicht weniger wichtig als das Konkurrieren auf dem Arbeitsmarkt und erfordert ebenso erweiterte Fremdsprachenkenntnisse.

4. Europaschulportfolio, Sprachenportfolio und Berufswahlportfolio

Um Leistungen transparent darzustellen, ihre Qualität in verschiedenen Bereichen zu dokumentieren, weiterzuentwickeln, die konkreten Angebote des Unterrichts zu beschreiben und Bestätigungen über spezifische Erfahrungen der Lernenden auszustellen, die spezifischen Bedürfnisse und Motivationen von einzelnen Lernenden kennen zu lernen und sie bei der Umsetzung ihrer individuellen Lernbedürfnisse und Interessen zu unterstützen, haben wir das Portfolio der Hessischen Europaschulen und das Sprachenportfolio eingeführt.

Das Portfolio ist zugleich ein Lernbegleiter, der es ermöglicht, die Reflexion der Lernenden über ihr Lernen systematisch zu unterstützen und den Lernenden Anregungen und Hinweise an die Hand gibt, insbesondere das autonome Lernen fördert und die Lernenden für ein lebenslanges Lernen motiviert.

Durch das Portfolio sollen Mobilität in Europa gefördert, sprachliche Qualifikationen transparent und vergleichbar dokumentiert, der Wert von Mehrsprachigkeit und Multikulturalität betont werden, was zu einem gegenseitigen Verständnis in Europa beitragen soll.

Die Kernbereiche das Europaschulportfolios sind: Informationen zur eigenen Person, soziales Engagement, Sprachen und Interkulturelles, Austausch und Begegnungen, Arbeitsgemeinschaften, Projekte, Wettbewerbe und Berufswelt.

Dieses Portfolio haben wir in den Jahrgängen 5-8 eingeführt und werden es in allen neuen Klassen einarbeiten. Die Klassenteams, Klassenlehrerinnen und  –lehrer entscheiden, an welchen Bereichen sie in welchem Jahr arbeiten.

Alle Fachbereiche erstellen Kompetenzraster für das Portfolio.

Für eine qualitative Portfolioarbeit werden wir uns weiter fortbilden und Experten zu Rate ziehen.

Das europäische Sprachenportfolio, das im Rahmen des Europaschulprogramms in den Jahrgängen 5-9 und z. T. in Oberstufenklassen eingeführt worden ist, wird in das Europaschulportfolio integriert. Es besteht aus drei Teilen: Sprachenpass, Sprachenbiographie und Dossier.

Die Arbeit mit dem Portfolio soll in einzelnen Lerngruppen (Englisch 5-9, sowie 11-13) ab dem Schuljahr 2007/2008 im Dienste eines effektiven Sprachenlernens eng an die Veränderungen gekoppelt werden, die sich durch das in Entwicklung befindliche Gesamtsprachenkonzept ergeben.

In den Jahrgängen 9/10 wurde das Berufswahlportfolio eingeführt. Darin sammeln Schülerinnen und Schüler Unterlagen, die für eine erfolgreiche Bewerbung notwendig sind.

5. Partnerschulen / Austausch / Projekte / Internationale Betriebspraktika

Zur Förderung der interkulturellen  kommunikativen  Handlungskompetenz, die zu den zentralen Kompetenzen gehört, die an Europaschulen vermittelt werden, haben wir regelmäßigen, thematisch orientierten Austausch mit Partnerschulen in Bourgoin-Jallieu und Fontainebleau-Avon/Frankreich, in Bodajk/Ungarn, in Sevenoaks/England, in Bassano del Grappa/Italien, in Ürgüp/Türkei, in Barcelona/Spanien und  in Eskilstuna/Schweden. Weitere Auslandskontakte bestehen mit Masaya/Nicaragua, Papenvoort/Niederlande und Liaocheng/China. Diese Austauschaktivitäten werden intensiv vorbereitet und evaluiert, die behandelten und gelernten Inhalte während des Austausches werden für den Unterricht genutzt.

Weitere Partnerschulen mit europäischen und außereuropäischen Ländern werden hinzukommen. Neben den regelmäßigen Kontakten finden Austausch- und Studienfahrten besonders nach England, Frankreich und Spanien statt. Unsere Schule ist an der Intensivierung der Auslandskontakte sehr interessiert, da wir um die Bedeutung von Kontakten zum Abbau von Vorurteilen, zur Völkerverständigung und zur Erweiterung des intellektuellen und persönlichkeitsformenden Potenzials bei unseren Schülerinnen und Schülern wissen. Im Rahmen zweier von der Europäischen Union geförderten Projekte (Comenius-Projekt, Leonardo) bestehen außerdem Beziehungen zu Schulen in Italien, Polen, Ungarn und Spanien.

Zur Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf den europäischen Arbeitsmarkt führen wir außerdem regelmäßig internationale Betriebspraktika in England, Spanien und Italien durch. Diese werden intensiv vorbereitet, z.B. durch einen Business-English-Kurs für das Praktikum in London. Während und nach dem Praktikum wird von den Schülerinnen und Schülern ein problemorientierter Bericht geschrieben, der benotet und im Unterricht thematisiert wird.

Außerdem werden insbesondere in der Mittelstufe thematische e-mail-Projekte mit Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen durchgeführt und es wird an internationalen Wettbewerben, wie dem „Big Challenge“ teilgenommen.

Austauschaktivitäten, Praktika und die Arbeit im Rahmen von Projekten sollen in den kommenden Jahren gefestigt und behutsam erweitert werden.

Im Hinblick auf internationale Zertifikate sollen die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung von Qualifikationen und Kompetenzen für den internationalen Arbeitsmarkt sensibilisiert werden. Es wird angestrebt, dass jede Schülerin und jeder Schüler unserer Europaschule im Laufe seiner Schullaufbahn mindestens an einem Auslandsprojekt teilgenommen hat.

Integrierte Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule gehört seit ihrer Gründung im Jahre 1970 als eine der ersten Integrierten Gesamtschulen Hessens zu den Schulen, die neuen pädagogischen Ansätzen gegenüber stets offen waren und sind. Sie beteiligte bzw. beteiligt sich an zahlreichen Modellversuchen und stellte bzw. stellt Lehrkräfte zur Leitung von Lehrerfortbildungsmaßnahmen und zur Förderung curricularer Entwicklungen ab.

Unsere Schwerpunkte liegen im Bereich der Reformpädagogik, der interkulturellen Bildung, der Qualitätssicherung sowie der Öffnung zum Gemeinwesen.

Als Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe setzen wir darüber hinaus Schwerpunkte in der Berufsorientierung sowohl im 9. als auch im 12. Jahrgang, im abgestimmten  Übergang in die Oberstufe zur Erreichung der allgemeinen Hochschulreife sowie im ganzheitlichen Lernen mit Profilbildung.

Besonders verpflichtet sind wir den beiden Schwerpunkten der Arbeit von Europaschulen, dem Interkulturellen Lernen und der Qualitätssicherung.

Aus den dargestellten Aufgaben ergeben sich das vielfältige Angebot als Europaschule sowie die innovativen Ansätze in der Mittelstufe und der Gymnasialen Oberstufe (GOS).

1. Flexible Schullaufbahn

Übergänge

Der möglichst reibungslose Übergang aus den Grundschulen wird durch eine Reihe von Maßnahmen vorbereitet. So erfolgen zum einen Besuche der Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen an unserer Schule, zum anderen finden Konferenzen zwischen Lehrkräften der Grundschulen und der NBS statt.

Die Patenschaften mit dem 11. Jahrgang (gemeinsame SV-Stunden, Ausflüge, Schulveranstaltungen) erleichtern den „Kleinen“ den Start in die neue Schule. Jeweils ein Oberstufenschüler/ eine Oberstufenschülerin  betreut während eines ganzen Jahres 2-3 Schülerinnen und Schüler der Stufe 5, berät sie bei Problemen und Fragen und hilft ihnen, sich in den neuen Schulalltag besser zu integrieren. Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 arbeiten in der Nachmittagsbetreuung der Stufe 5 und 6 und sammeln wertvolle soziale, methodische und inhaltliche Erfahrungen.

Während des 1. Halbjahres erfolgt ein weiteres Treffen mit den Grundschulen. Hier wird eine weitere intensive Zusammenarbeit angestrebt.

Den Übergang aus der Jahrgansstufe 10 in die Stufe 11 der gymnasialen Oberstufe versuchen wir „nahtlos“ zu gestalten, indem wir unsere Schülerinnen und Schüler durch individuelle Differenzierungs- und Fördermaßnahmen in der Mittelstufe sehr gut auf die erhöhten Anforderungen der Oberstufe vorbereiten.

Differenzierung

Die Leistungsfähigkeit sowie das Lerntempo sind bei Schülerinnen und Schülern einer Klasse unterschiedlich. Im 5. Schuljahr wird durchgängig in allen Fächern ohne äußere Differenzierung unterrichtet. Hier erfolgt eine innere Differenzierung, die es den Schülerinnen und Schüler ermöglicht, an unterschiedlichen Themen und Aufgaben gemäß ihren Begabungen und Möglichkeiten zu lernen.

Dies geschieht auch in den neigungsdifferenzierten Fächern, den sogenannten Wahlpflichtfächern, ab dem 7.Jahrgang.

Eine äußere Differenzierung auf drei Niveaus erfolgt in den Fächern Englisch und Mathematik ab dem 6. Schuljahr, in Deutsch ab dem 7. Schuljahr. Weiterhin wird in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie und Physik sowie in der 2. Fremdsprache auf zwei Niveaus unterrichtet. Wichtig ist bei der Leistungsdifferenzierung, dass die Schülerinnen und Schüler in den Kursen arbeiten, in denen sie gefordert, aber nicht überfordert werden. Denn nur dort, wo Menschen auf Grund erreichbarer Zielsetzung Erfolgserlebnisse haben, sind sie auch motiviert, sich weiterhin zu engagieren.

2. Individuelle Förderung / Ganztagsangebote

Im Zentrum des Konzeptes steht der Schüler beziehungsweise die Schülerin. Wir arbeiten nach dem Leitsatz „Jedes Kind ist einzigartig" und halten die individuelle Schullaufbahn so lange wie möglich offen. Das Gefühl der Sicherheit und des Wohlbefindens wird als zentrale Vorausset-zung für das Lernen angesehen. Der individuellen Entwicklung der Kinder wird ein hoher Wert zugemessen. Ziel des Konzeptes ist es außerdem, den Schülerinnen und Schülern die Möglich-keit zu eröffnen, Wissen zu erwerben und ihre sozialen Fähigkeiten in der Zusammenarbeit mit anderen zu üben. Sie sollen einen ganzheitlichen Blick auf die Welt erhalten und durch die Arbeit in Projekten verstehen, wie die Dinge miteinander verbunden sind. Zwei Pfeiler machen das Konzept zu einem besonderen: zum einen der Fokus auf die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes, das einen auf sich und seine Kompetenzen zugeschnittenen Lehrplan erhalten soll, zum anderen die (teilweise) Aufhebung der klassischen Raum-Zeit-Struktur (z.B. durch Rhythmisierung), sodass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, den Lernstoff ihrem individuellen Lerntempo anzupassen. Die Lehrkraft steht ihnen als Tutor jederzeit beratend zur Verfügung. Das Beratungs-, Forder- und Förderkonzept schließt die individuelle Förderung von Hochbegabten ebenso ein wie die von Schülerinnen und Schülern mit Behinde-rungen.

Ganztagsangebote bieten deutlich mehr Möglichkeiten, neue und zeitintensive Unterrichts- und Lernformen zu realisieren, wie zum Beispiel den offenen Unterricht, fächerübergreifende Pro-jekte, projektorientiertes Lernen, Wochenplan- und Freiarbeit, die wiederum mehr Anregungen zum selbständigen und sozialen Lernen geben. Die individuelle Förderung und das Eröffnen von Lernchancen durch eine Pädagogik der Vielfalt, die konsequent die unterschiedlichen Lern-voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, zählen zu den wichtigen Kriterien unserer Schulform.

Maßnahmen zur Erfüllung der Strategischen Ziele

Zwischen dem Hessischen Kultusministerium, den Staatlichen Schulämtern, dem Amt für Leh-rerbildung und dem Institut für Qualitätsentwicklung wurde vereinbart, vier strategische Ziele in den Jahren 2005 bis 2008 umzusetzen. Für unsere Jahrgangsstufen gelten die Ziele 2 und 3:

  • Verringerung der in der PISA-E Studie definierten Risikogruppe (Hessen: 27 Prozent) um ein Drittel - Verbesserung der Lesekompetenz bei den Schülerinnen und Schülern der Se-kundarstufe I. Verringerung der Anzahl der Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss um ein Drittel.
  • Verringerung des Anteils der Absolventen in 15 definierten Berufen des dualen Systems, die den theoretischen Teil der Berufsabschlussprüfungen nicht bestehen, um ein Drittel.

Hierzu haben wir folgende Maßnahmen eingeleitet: An einem Studientag im Jahr 2007 wurde ein kompetenzorientiertes Konzept zur Leseförderung erarbeitet und anschließend verabschiedet. Ebenso wurden Förder- und Hilfepläne erarbeitet und verabschiedet, die in ein pädagogisches Konzept der Kompetenzorientierung eingebettet sind. Ziele der Maßnahmen sind die Verbesserung der diagnostischen Kompetenz sowie die Ausrichtung an kompetenzorientierten Lehrplänen. Zum Arbeits- und Sozialverhalten wurden an Kompetenzen ausgerichtete Vorlagen erarbeitet und verabschiedet. Die Zahl der Schüler ohne Abschluss wurde im Schuljahr 2007/08 gegen-über dem Vorjahr verringer.

Leseförderung und Vorbereitung auf Abschlüsse

Seit 1996 gestaltet die Schule zur Leseförderung der Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis 10 zusammen mit den Eltern, die die Bibliothek betreuen, den Lesewettbewerb „Junge Ju-gendbuch Jury“. Die Schülerinnen und Schüler lesen und bewerten möglichst viele aktuelle, ausgewählte Jugendbücher und wählen so ihre Lieblingsbücher aus. In einem feierlichen Rahmen werden jeweils am Ende des Schuljahres diese Bücher vorgestellt und die Vielleser belohnt.

Eine weitere besondere Leseförderung wird im 6. Jahrgang durch die regelmäßige Teilnahme am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Buchhandels erreicht.

Eine Erweiterung zu den vielen Standardwerken für den Unterricht erfolgt durch die gesponserte Anschaffung aktueller Jugendbücher durch den Lions Club Rodgau/Rödermark. Im Wahlpflichtbereich bieten wir ab dem 7. Schuljahr Kurse zur Leseförderung, zum fächerver-bindenden naturwissenschaftlichen Unterricht und einen Mathematikkurs zur Stärkung der jeweiligen Kompetenzen für bestimmte Schülergruppen an.

In den Stufen 9 und 10 sind dies spezielle Kurse, die unsere Schülerinnen und Schüler entweder auf die Erfordernisse des Berufslebens (Berufsfindung), auf die zentralen Prüfungen der Mittelstufe oder auch auf den Übergang in die Oberstufe vorbereiten ( „Fit für den Übergang“).

Berufsorientierung/Studienorientierung

Wir fördern die Zusammenarbeit mit beruflichen Schulen und Betrieben durch gegenseitige Hospitationen und gemeinsame Veranstaltungen, z.B. zu Theorie und Praxis der Arbeitswelt, zu realitätsgetreuen Simulationen von Vorstellungsgesprächen mit Rückmeldung durch den be-suchten Betrieb sowie zu Fragen des Studien- und Berufsabbruchs.

Das Betriebspraktikum ist die umfassendste Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern die Gege-benheiten der Arbeitswelt zugänglich und erfahrbar zu machen, und richtet sich nicht nur an diejenigen, die unmittelbar vor der Berufswahl stehen. Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule bietet Praktika von drei Wochen in der 9. Jahrgangsstufe und von 2 bis 3 Wochen in der 12. Jahrgangsstufe an.

In dieser Zeit sammeln die Jugendlichen Informationen über Berufe und Berufsfelder, Arbeits-plätze, Arbeitsvorgänge und Arbeitsbedingungen, ebenso über Aufbau, Funktion und Ziele von Betrieben. Die Praktika leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Lebens- und Be-rufsvorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler. In der Jahrgangsstufe 12 erhalten interes-sierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ein Auslandspraktikum (z.Zt. in England, Spa-nien, Italien) zu absolvieren. Dokumentiert werden die Erfahrungen in der Jahrgangsstufe 9 in einem Praktikumsbericht und in der Jahrgangsstufe 12 in einer Facharbeit.

In der Jahrgangsstufe 11 findet zu jedem Schuljahresende ein zweitägiges Seminar mit Be-rufsberatern des Arbeitsamtes zur Berufsfindung statt.

Wir fördern die Studienorientierung unserer Oberstufenschüler durch eine ausgeprägte Zu-sammenarbeit mit Hochschulen und Betrieben. Unsere Schülerinnen und Schüler werden re-gelmäßig individuell durch Fachkräfte des Arbeitsamts beraten, wir veranstalten Hochschultage und Projekttage in Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen und Firmen. Im Januar eines jeden Jahres können unsere zukünftigen Abiturienten die Hochschultage/Informationen an Hochschulen im gesamten Rhein-Main Gebiet besuchen. Die bestehende Praxis wird gefestigt und ausgebaut.

An einem weiteren Ausbau der bestehenden Regelungen, speziell in Bezug auf das Auslands-praktikum, wird gearbeitet.

Symposium

Seit 1996 findet alle drei Jahre das Oswald-von-Nell-Breuning-Symposium statt. Das Symposium hat jeweils ein aktuelles zentrales Thema, das in seinen wissenschaftlichen, politischen, sozialen und ethischen Aspekten von profilierten Vertretern aus Wissenschaft und Lehre, Wirtschaft und öffentlichem Leben vorgestellt und diskutiert wird. Schülerinnen und Schüler unserer Schule bringen durch eigene Beiträge Fragestellungen und Perspektiven der kommenden Generation in das Symposium ein. Im Anschluss an das Symposium geben die Organisatoren einen Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten heraus.

Themen der letzten drei Symposien waren „Wir und das Fremde“ (2002), „Nanotechnik, Gen-technik und Hirnforschung – Machbarkeit und Verantwortung“ (2005) und Klimawandel (2008). Das Symposium will die Zusammenarbeit unserer Schule mit verschiedenen Hochschulen, vor allem aus der näheren Umgebung, herstellen. Es steht unter dem Anspruch, eine Brücke zu bauen zwischen der eher propädeutischen Wissensvermittlung in der Schule und der wissen-schaftlichen Forschung an den Universitäten. Die hier entstehende Diskussion wird auch unserer Elternschaft und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Veranstaltung findet in der Kulturhalle der Stadt Rödermark statt, zahlreiche Bürger der Stadt nehmen als Zuhörer teil. Sie wird von der Stadt Rödermark und Sponsoren organisatorisch und finanziell unterstützt.

Hochbegabtenförderung

Um allen Schülerinnen und Schülern ein sozial integratives und begabtenförderndes Lernumfeld zu ermöglichen, sehen wir für hochbegabte Hochleister, hochbegabte Unauffällige oder hochbegabte Minderleister besondere Maßnahmen vor. Hochbegabte werden konstruktiv ge-fördert und erhalten gleichzeitig die erforderlichen Handlungsspielräume für ihre besonderen Begabungen und Fähigkeiten. Ein wichtiges Anliegen bleibt die Integration und die Förderung in Bezug auf soziale und emotionale Verhaltensweisen. Hochbegabte sollen weder ausgeschlossen noch in Sondermaßnahmen beschult werden.

Das entsprechende Programm der Begabtenförderung ergänzt das Schulkonzept. Akzeleration (Überspringen einer Jahrgangsstufe) ist bereits gängige Praxis. Daneben kommt das Enrichement durch zahlreiche Unterrichts- bzw. Förderangebote, wie z.B. AGs, Schülerwettbe-werbe, inner- und außerschulische Workshops den unterschiedlichen Interessen hochleistender und hochbegabter Schülerinnen zu gute.

Wegen der vielseitigen Formen der Hochbegabung ist unser Konzept nicht auf bestimmte Ein-zelmaßnahmen festgeschrieben. Vordergründig sind die Förderungsmöglichkeiten in unserem flexiblen Kurssystem und den zahlreichen zusätzlichen Angeboten in der Mittel- und Oberstufe zu finden. Schülerinnen und Schüler bleiben durch individuelle Lernformen in den Lernprozess einbezogen und werden zur Selbstverantwortung angehalten. Insbesondere in der Oberstufe werden sie zusätzlich an wissenschaftspropädeutisches Arbeiten herangeführt. Die besonderen Merkmale, Erkennungszeichen bzw. Auffälligkeiten von Hochbegabten sind zur Orientierung für Lehrkräfte in einem Übersichtskatalog zusammengestellt. Abschlussprüfungen, schulinterne und schulübergreifende Vergleichsarbeiten und Wettbewerbe werden ausgewertet und zur weiteren Beurteilung oder als auslösendes Moment für eine ge-sonderte Begutachtung herangezogen.

Gibt es hinreichende Anhaltspunkte für eine Hochbegabung wird nach eingehender Beratung in der Schule unter Teilnahme entsprechend weitergebildeter Lehrkräfte der schulpsychologische Dienst eingeschaltet. Im Klassenteam wird nach Feststellung der Hochbegabung mit der Koor-dinatorin/dem Koordinator für Hochbegabung das weitere Vorgehen abgestimmt. Die Koordina-torin/der Koordinator hat die Aufgabe, alle Hochbegabten in ihrer Schullaufbahn zu begleiten und darauf zu achten, dass sie ihr Leistungspotential ausschöpfen.

Ziel innerhalb der nächsten zwei Schuljahre ist es, für alle hochbegabten Schülerinnen und Schüler unter Federführung der SchulkoordinatorInnen einen eigenen Förderplan zu erstellen. Dieser sieht neben der Erfassung von Stärken und Schwächen auch weitergehende individuelle Fördermaßnahmen vor. Der Förderplan wird fortgeschrieben, alle außergewöhnlichen Erkennt-nisse werden in einem Portfolio dokumentiert. Regelmäßig wird der Förderplan mit den Eltern erörtert. Die Teilnahme und das Abschneiden der Hochbegabten sind in schulischer Hinsicht, z.B. im Mathematikwettbewerb der 8.Klassen, im Wettbewerb „Jugend forscht“ sowie in Ver-gleichsarbeiten und Abschlussprüfungen auszuwerten. Die Ergebnisse werden ab dem Schuljahr 2005/06 statistisch erfasst.

3. Soziales Lernen

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule versteht sich in der Mittelstufe als Schule für Schülerinnen und Schüler aus allen sozialen Schichten und Leistungsebenen. Um dem Auftrag der optimalen Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, bildet die Schule in den jeweiligen Jahrgängen der Mittelstufe die gesellschaftliche Struktur unserer Region ab. Schulische Lernprozesse sind untrennbar eingebettet in soziale Erfahrungen. Soziales Lernen findet also immer statt. Beim Sozialen Lernen geht es darum, das eigene Verhalten zu reflek-tieren, Verhaltensalternativen zu erproben, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern und Schritt für Schritt die Fähigkeit zu einem friedlichen, demokratischen Umgang mit den an-deren zu entwickeln. Ziel des Sozialen Lernen ist es, die Gruppenentwicklung innerhalb einer Klasse oder eines Kurses und das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Schule zu fördern, also die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu steigern. Wenn Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, z.B. bei einem konkreten Konflikt selbst Ideen für die Lösung zu entwi-ckeln und diese zu erproben, lernen sie Schritt für Schritt, Verantwortung für ihr Miteinander zu übernehmen.

Im Einzelnen bedeutet dies:

  • Die Entwicklung der Selbstkompetenz u.a. durch die Verbesserung des Selbstbewusst-seins und des Verantwortungsgefühls 
  • Die Entwicklung der Sozialkompetenz, u.a. durch die Förderung von Empathie und Kon-fliktfähigkeit

Diese beiden Kompetenzen können Sie in folgenden schulischen Handlungsfeldern entwickeln:

  • Kontakt aufnehmen, sich kennen lernen
  • Sich miteinander wohl fühlen
  • Untereinander Vertrauen schaffen
  • Selbstwertgefühl stärken
  • Eigene Gefühle wahrnehmen und ausdrücken können
  • Gefühle anderer wahrnehmen und angemessen damit umgehen können
  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit entwickeln
  • Konfliktfähigkeit entwickeln
  • Fähigkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Zuweisungen fördern.

Wir versuchen, dementsprechende Verhaltensweisen systematisch durch Unterrichtsprojekte zum Methodenlernen oder auch spezielle Projekte zum Sozialen Lernen von unten nach oben aufzubauen. Idealerweise muss das soziale Lernen mit dem gesamten Schulleben und dem Fachunterricht verbunden sein.

Ein integriertes Programm zum Sozialen Lernen soll in Zukunft entwickelt werden.

Weitere Maßnahmen

Erziehungsvereinbarung

Die Bildung von jungen Menschen lässt sich nicht reduzieren auf die reine Wissensvermittlung im Unterricht. Ihr wesentlicher Bestandteil ist die Erziehung, die sowohl in der Schule als auch außerhalb im Elternhaus stattfindet. Erziehungsvereinbarungen sind daher eine Art Vertrag, den alle Beteiligten unterschreiben, um damit zu zeigen, dass sie im Erziehungsprozess gemeinsam den gleichen Weg gehen, die gleichen Ziele verfolgen und sich gegenseitig dabei unterstützen wollen. Erziehungsvereinbarungen sind keine Schulordnung oder eine Verbotsliste, sondern eine Willensbekundung, sich aktiv am Bildungsprozess der jungen Menschen zu beteiligen.

Wir verstehen die Erziehungsvereinbarungen als ein Mittel, gemäß unserem Leitbild, kontinu-ierlich an unserem Schulklima zu arbeiten und die gegenseitige Wertschätzung und Achtung zu fördern. Darüber hinaus verstehen wir die Erziehungsvereinbarung als wichtige Schnittstelle der Zusammenarbeit von Eltern und Schule. Hier können die drei an Erziehung beteiligten Gruppen, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, miteinander ins Gespräch kommen.

Die schriftlich formulierten Erziehungsvereinbarungen sind das Ergebnis eines Kommunikationsprozesses. Alle - Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern - waren an der Formulierung und am Kommunikationsprozess beteiligt. Alle drei Gruppen beschäftigten sich im Vorfeld mit folgenden Fragestellungen: Welches Schulklima wünschen wir uns? Was könnten Erziehungsziele sein? Was wünschen wir uns von den jeweils anderen Gruppen?

Die Vorstellungen wurden gruppenintern formuliert, von Gruppenvertretern in Foren ausge-tauscht und verhandelt, die Ergebnisse in einem Vereinbarungsentwurf festgehalten und von allen relevanten Gremien der Schule verabschiedet. Zur Zeit (2009) wird die Vereinbarung im 5. und 11. Jahrgang von jedem Mitglied der Schulgemeinde angenommen und unterzeichnet. Damit ist der Kommunikationsprozess keineswegs abgeschlossen. Er hat vielmehr eine Grund-lage gefunden, auf der weiter miteinander gesprochen, gestritten und gebildet werden kann.

Der Trainingsraum

Ab dem Schuljahr 2006/07 haben wir einen sogenannten Trainingsraum für die Schülerinnen und Schüler einge¬richtet, die den Unterricht nachhaltig stören. Verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler werden mit dem Ziel in diesen mit einer qualifi-zierten Kraft beaufsichtigten Raum geschickt, selbst ein Konzept zur Rückkehr in den Unterricht, den sie gestört haben, zu erarbeiten. Dabei erhalten sie Hilfe zur Erstellung dieses Rück-kehrprogramms. Das Konzept basiert auf drei Punkten:

  • Für das soziale Verhalten werden klare Grenzen festgelegt
  • Das soziale Verhalten wird in vielen Wiederholungen eingeübt
  • Der Erfolg der Bemühungen wird regelmäßig kontrolliert und korrigiert.

Das Ziel des Programms besteht darin, Schülerinnen und Schüler, die durch ihr Verhalten den Unterricht stören, schrittweise zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln zu erziehen, indem die Einsicht in die Notwendigkeit zur Abkehr von störendem Verhalten gefördert und Handlungsalternativen aufgezeigt werden. Die Arbeit im Trainingsraum ist keine therapeutische, sondern es geht darum Grenzen zu setzen, den Schülerinnen und Schülern Fragen zu stellen, mit ihnen Gespräche über ihr Verhalten zu führen und getroffene Absprachen einzufordern. Durch das ritualisierte Vorgehen im Trainingsraum haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, schrittweise mehr Verantwortungsgefühl zu entwickeln und wichtige soziale Kom-petenzen zu erlernen.

Für den Erfolg des Trainingsraumkonzeptes ist es dabei von großer Bedeutung, dass alle Schü-lerinnen und Schüler, auch die, die oft in Störungen verwickelt sind, im Grunde immer bestrebt sind, bei ihrer Klasse zu sein und nicht etwa von ihr isoliert. Das Konzept macht sich dieses Interesse letztendlich zu Nutze, um das Ziel eines störungsfreien Unterrichts zu erreichen. Über mehrfachen Besuch des Trainingsraums werden die Erziehungsberechtigten informiert.

Bei störendem Verhalten im Trainingsraum werden die Erziehungsberechtigten aufgefordert, die Schülerin/den Schüler sofort aus der Schule abzuholen. In schwerwiegenderen Fällen können die Schülerinnen und Schüler in Absprache mit den Eltern zur Beratung mit der Sozialpädagogin verpflichtet werden.

Das Trainingsraumkonzept wird z.Zt im Rahmen einer Diplomarbeit evaluiert.

Sucht- und Gewaltprävention

Unser Konzept geht von der Überzeugung aus, dass starke und gefestigte Persönlichkeiten am ehesten gegen Sucht und Gewalt gefeit sind. Insofern steht im Mittelpunkt unseres Programms die Stärkung der einzelnen Persönlichkeit, verbunden mit Informationen über die Gefahren von Sucht und Gewalt:

Informationsveranstaltungen für die Eltern aller Jahrgangsstufen:

  1. „Was können Eltern tun, damit ihre Kinder nicht süchtig werden?“ in Zusammenarbeit mit der Sucht- und Beratungsstelle Wildhof in Dietzenbach
  2. „Informationen zu illegalen Drogen und zum illegalen Umfeld im Kreis Offenbach“ mit dem Jugendkoordinator der Polizei Offenbach"

- Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer zur Gewalt- und Suchtprävention

  • An der Fortbildung für die Klassenlehrerinnen und -lehrer des Jahrgangs 5 für das Programm „Er¬wachsen werden“ (2½-tägiges Seminar Lions Quest) zur Persönlich-keitsstärkung und Stabilisierung der Schülerinnen und Schüler in der Adoleszenzphase haben sich mehrere Lehrerinnen und Lehrer im Juni 2005 beteiligt und sie wenden ihre Kenntnisse besonders in der Klassenlehrerstunde bei der Schlichtung von Konflikten un-ter den Schülern an.
  • Lehrerfortbildung begleitend zum Schülerprogramm „Cool sein-cool bleiben“

- Präventionsprogramme für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7-9

  • Beteiligung der Klassen der Jahrgangsstufen 5-8 am Antiraucherwettbewerb
  • Das Gewaltpräventionsprogramm „ Cool sein-cool bleiben“ für den Jahrgang 7 dient der Konfliktvermeidung bzw. Konfliktlösung (4-5 stündige Schulung der Schülerinnen und Schüler). Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Blick für angespannte Situationen, für scheinbar vorprogrammierte Konflikte schärfen und durch angemessenes Verhalten, eben „Cool bleiben“, zur Entschärfung einer Konfliktsituation beitragen.
  • Der Jahrgang 8 nimmt teil an der Aufführung und der sich anschließenden Diskussion des Requisittheaters, einer Theatergruppe ehemaliger Drogenabhängiger. Die Schau-spieler greifen Themen und Fragestellungen der Jugendlichen auf und setzen diese in Theaterszenen um. Anschließend diskutieren sie über ihre eigenen Probleme, ein-schließlich der Themen Gewalt und Suchtmittelkonsum und seine Folgen.
  • Prävention im Team (PiT) im Jahrgang 7 zur Persönlichkeitsstärkung in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern und der Polizei.

Die Programme werden weitergeführt und ausgebaut.

Wanderwochen/Studienfahrten

Wander-, Studienfahrten sowie Wander- und Studientage dienen in besonderer Weise dazu, das soziale Miteinander und den Teamgeist unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern. Sowohl in der Mittelstufe als auch in der Oberstufe werden Studienfahrten im Klassenverband bzw. in den Profilen durchgeführt. In jedem Schulhalbjahr gibt es eine sogenannte Aktionswo-che, in der die Wander- und Studienfahrten, Austauschaktivitäten, Betriebspraktika oder Me-thodentraining und Projekttage stattfinden. Außerhalb dieser Wochen finden pro Halbjahr ma-ximal je ein Exkursions- oder Wandertag sowie ein Profiltag statt.

Reformorientierung / Qualitätssicherung

1. Teamarbeit - Jahrgangsteams

Um Teamfähigkeit nicht nur zu vermitteln, sondern zu praktizieren und somit vorzuleben, bilden die Klassenlehrerinnen und -lehrer eines Jahrgangs ein Jahrgangsteam. In diesem Team werden verbindliche Absprachen sowohl in organisatorischer als auch in fachlicher und pädagogischer Hinsicht getroffen. Diese Absprachen finden in regelmäßigen Teamsitzungen statt und werden protokolliert. Dadurch dass sie in einer Ablage zentral allen Jahrgängen zur Verfügung gestellt werden, findet außerdem eine klassenübergreifende Verzahnung von Themen, Verantwortlich-keiten und Regeln statt.

Inhalte der Sitzungen sind:

  • Mitgestaltung des Stundenplans
  • Verzahnung des Unterrichtseinsatzes im Jahrgang, wobei die Klassenlehrerinnen und -lehrer fast durchgehend das Fach GL, oft auch Deutsch, Englisch, Mathematik und Kunst unterrichten
  • Regelmäßige Treffen mit intensiver Koordination in fachlicher, methodischer und pädagogischer Hinsicht
  • Aufstellen gleicher Klassen- und Jahrgangsregeln, die die Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern erleichtern
  • Gemeinsame Planung und Organisation von Klassen- und Fachunterricht, Freiem Arbeiten, Projektarbeit, Stationenlernen und fächerverbindendem Unterricht

Ein notwendiges Ziel ist es, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Jahrgän-gen anzustreben. In diesem Rahmen werden die ausgearbeiteten Unterrichtsmaterialien ver-stärkt an die nachfolgenden Jahrgänge weitergegeben. Dabei geht es auch um eine gemeinsame Planung der Projektwochen/Aktionswochen und deren Evaluation, regelmäßige Treffen, gemeinsame Regeln und gemeinsame Planung. Im neuen 5. Jahrgang wird ab dem Schuljahr 2007/08 eine neue Teamstruktur erprobt: Dies betrifft die Verzahnung untereinander. Im 5. Jahrgang 08/09 wird der Einstieg in die Rhythmisierung erfolgen.

2. Handlungsorientiertes Arbeiten / Projektarbeit

Neben der Vermittlung von Fachkompetenzen strebt der Unterricht in besonderem Maße das Training von Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Kreativität, zielorientiertes Arbeiten, Problemlösungskompetenz und Teamfähigkeit an. Da diese Schlüsselqualifikationen Grundlage jeglichen Arbeitens sind, trainieren wir sie in der Sekundarstufe I durch Projektarbeit, individuelles und kooperatives Lernen, um sie in der Sekundarstufe II auf höherem Niveau zu vertiefen. Gruppenarbeit, selbständige Informationsbeschaffung, eigenständiges Bearbeiten und Lösen von Aufgabenstellungen sowie adressatenbezogene Ergebnisdarstellung werden hier besonders intensiv und systematisch geübt.

Projektarbeit ist ein wichtiger Pfeiler unserer Unterrichts- und Erziehungsarbeit:

  • Vorgesehen ist pro Jahrgang und Schuljahr ein Projekt, wobei zu einem speziellen Thema fächerübergreifend gearbeitet wird.
  • Weiterhin wird jedes Jahr eine Projektwoche durchgeführt, in der Lernen anders als in der alltäglichen Unterrichtsarbeit stattfindet. Die Projektwochen werden innerhalb der Jahrgänge organisiert.
  • Die Präsentation der Projektergebnisse ist für die Schulgemeinde ein Höhepunkt schuli-scher Arbeit. So werden die Ergebnisse der Profilwochen der Jahrgangsstufen 12 und 13 jährlich präsentiert und ausgewertet. Auf den diversen Informationsveranstaltungen und dem Tag der offenen Tür präsentieren Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern die Ergebnisse herausragender Jahresprojekte. An diesem Tag ist auch der Unterricht in der Stufe 5 und 11 für die interessierte Schulöffentlichkeit geöffnet. Zum Abschluss eines jeden Schuljahres werden der Schulgemeinde im Rahmen der „Schulwelten“ wichtige Ergebnisse des Jahres vorgestellt.

Arbeitsgemeinschaften

Arbeitsgemeinschaften werden nach Bedarf und Möglichkeit eingerichtet. Sie stellen zum einen eine wichtige Ergänzung des Pflichtangebotes in der Schule dar und sollen zum anderen Lücken im Angebot anderer Institutionen schließen. Im Programm sind Arbeitsgemeinschaften z.B. in Musik, Kunst, Sport, Sprachen und Darstellendes Spiel. Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften angesiedelt sind auch diejenigen aus Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern bestehenden Gruppen, die gezielte Öffentlichkeits- und Pressearbeit betreiben. So erscheinen an unserer Schule regelmäßig

  • das Jahrbuch,
  • das grüne Info, eine Informationsschrift der Schulleitung, in der auf wichtige Termine, Veranstaltungen und pädagogische Entwicklungen hingewiesen wird, sowie
  • eine zentrale Informationsbroschüre über unsere Schule, die sich besonders an Eltern der Übergänger in den Stufen 4 und 10 richtet
  • das blaue Info, in dem interne Hausmitteilungen veröffentlicht werden.

Außerdem kümmert sich eine kleine Gruppe/AG um den Verkauf von GEPA-Waren an unserer Schule. Sie unterstützt damit Schulkinder in Mittelamerika. In Zukunft werden wir handlungs- und projektorientiertes Arbeiten in Unterricht und AGs ver-stärken und sie jahrgangsabhängig in die Curricula der jeweiligen Fächer systematisch einarbeiten.

3. Fächerverbindendes Lernen / Profilarbeit in der Oberstufe

Fächerverbindendes Lernen ist eines der zentralen Prinzipien unserer Unterrichtsarbeit. In der Mittelstufe sind die Fachbereiche/Fächer gehalten pro Jahr und Jahrgang mindestens ein fächerverbindendes Projekt durchzuführen und zu dokumentieren. Durch das Methodentraining, die projektorientierte, fächerübergreifende Arbeitsweise und die vielfältigen Einzel- und Gruppenpräsentationen, verstärkt durch den erweiterten Klassenlehrerunterricht in der Stufe 9 im Wahlpflichtbereich, bereiten wir die Schülerinnen und Schüler zudem auf die zentralen Abschlussprüfungen vor.

In der Oberstufe arbeiten wir seit Gründung der Oberstufe erfolgreich innerhalb unseres Profilsystems. Damit die Schülerinnen und Schüler verstärkt fächerübergreifend und fächerverbin-dend lernen können, sind dort während der gesamten Qualifikationsphase an die Kurse des 1. Leistungskursbandes jeweils zwei Grundkurse aus dem verpflichtenden Gk-Angebot angekop-pelt, dadurch entsteht eine feste Lerngruppe (Profil) mit 10 bis 12 gemeinsamen Unterrichtsstunden.

Zur Zeit bestehen 5 Profile:

  • Profil1: Kommunikation und Ästhetik: Beteiligt sind Lk Deutsch, Gk Kunst (bzw. Musik), Gk Geschichte.
  • Profil2: Gesellschaft im Wandel: Beteiligt sind Lk Politik und Wirtschaft, Gk Deutsch, Gk Ge-schichte.
  • Profil3: Naturphilosophie: Beteiligt sind Lk Physik, Gk Englisch, Gk Ethik (bzw. Religion).
  • Profil4: European Profil Course: Beteiligt sind Lk Englisch, Gk History in English, Gk Politics / Economics, Business English.
  • Profil5: Umwelt und Lebensqualität: Beteiligt sind Lk Biologie, Gk Chemie, Gk Englisch.

Neben dem fächerverbindenden Unterricht während des gesamten Schuljahres, in dem die Arbeit einzelner Fächer so aufeinander bezogen wird, dass im Sinne des Curriculums Synergieeffekte entstehen, führen die Profilgruppen in den Jahrgangstufen 12 und 13 jährlich eine Pro-filwoche durch. Während dieser Zeit arbeiten Schülerinnen und Schüler gemeinsam fächerübergreifend und projektorientiert jeweils an einer wichtigen Themenstellung, die aus dem Curriculum erwächst und durch den Fächerverbund vertieft erarbeitet werden kann. Die Profilwoche endet mit einer Präsentation des Arbeitsergebnisses vor der Schulgemeinde. Die Schülerinnen und Schüler evaluieren die Gesamtarbeit im Austausch mit dem Schwesterprofil des anderen Jahrgangs. Profiltage während des Schulhalbjahres runden die inhaltliche Arbeit der Profile ab.

Studienwochen, die in den Aktionswochen stattfinden, ergänzen die Profilarbeit. In der Jahrgangsstufe 11 informieren sich die Schüler über Inhalte, Bedingungen und Methoden der Oberstufenarbeit und an Projekttagen über die Anforderungen fächerübergreifenden Arbeitens. In der Jahrgangsstufe 12 trainieren die Schüler in der 1. Studienwoche Teamarbeit unter verschiedenen Bedingungen, im Frühjahr nehmen sie an einem zweiwöchigen Berufspraktikum teil, das im Rahmen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts ausgewertet wird. Eine Besonderheit bildet dabei das Europaprofil, welches das Berufspraktikum dreiwöchig in England durchführt, ebenso sind die Praktika in Spanien und Italien dreiwöchig. Im September machen die Profile der Jahrgangsstufe 13 eine Studienfahrt, die durch verpflichtende Präsentationen in den drei Profilfächern vor- und nachbereitet wird.

Durch das Methodentraining, die projektorientierte fächerübergreifende Arbeitsweise in den Profilwochen und die vielfältigen Einzel- und Gruppenpräsentationen bereiten sich die Schüle-rinnen und Schüler zudem auf das 5. Abiturprüfungsfach vor, in dem sie neben der mündlichen Prüfung auch eine besondere Lernleistung und eine Präsentation durchführen können. In Zukunft werden wir

  • die Zusammensetzung der Fächer in den Profilen anhand der Vorgaben des Landesabiturs überprüfen,
  • für die einzelnen Profile thematische Schwerpunkte festlegen, an denen während der Projekttage bzw. -wochen fächerübergreifend für die Anforderungen des Landesabiturs gearbeitet werden kann,
  • ein Portfolio anlegen für die Präsentationen, die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit machen.

4. Methodentraining

Seit dem Schuljahr 2002/03 hat unsere Schule für drei Jahre an der Fortbildungsinitiative des Hess. Kultusministeriums „Methodentraining nach Klippert“ zu den Bereichen eigenverantwortliches Arbeiten, Kommunikationsförderung und Teamentwicklung teilgenommen. Während der Fortbildungen wurden Lern- und Trainingsspiralen ausgearbeitet, die an vereinbarten Sockeltrainingstagen mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden. Die Vorbereitungen hierfür erfolgen in den jeweiligen Jahrgangsteams an Teamklausurtagen.

Zur Zeit wird in den Aktionswochen, die zwei Mal im Schuljahr stattfinden, an zwei bis drei Tagen ein Methodentraining nach dem entsprechenden Jahrgangsplan durchgeführt. Ein zukünftiges Ziel ist es, die Lern- und Trainingsspiralen kontinuierlich weiterzuentwickeln und in den jeweiligen Lehrplänen fest zu verankern. Das Curriculum wird überprüft. Ziel : weiterhin Trainingstage, aber auch die konsequente Einarbeitung von Methoden in den alltäglichen Fachunterricht.

5. Medienerziehung

Dem Leitbild einer „modernen Schule" entsprechend nimmt die Medienerziehung in der NBS einen breiten Raum ein. Sie greift damit Interessen und Freizeitaktivitäten der Schülerinnen und Schüler auf, nutzt alle gängigen Formen der neuen Medien für das Lernen im, vor und nach dem Unterricht und versucht sie kritisch zu reflektieren. So werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf die Abschlussprüfungen, sondern auch auf das sich ständig wandelnde Berufsleben vorbereitet.

Medienerziehung als Unterrichtsthema

Schwerpunktmäßig wird im Deutschunterricht die kritische Auseinandersetzung mit Medien - auch mit Hilfe des Deutschbuches - bis in die Oberstufe hinein betrieben. Sie umfasst viele Bereiche vom Erlernen der Sprache des Films bis zur Reflexion der Wirkung von Medien in der Politik (Medien als vierte Gewalt).

Schließlich wird auch die Wirkung der neuen Techniken wie Computer, Computerspiele, Internet u.v.a.m. auf Beruf, Freizeit und das Lernen in der Schule reflektiert. Die Behandlung solcher Themen setzt eine gute Ausstattung mit den entsprechenden Geräten voraus. Die Ausstattung der Schule kann als vorbildlich gelten.

Computer, Internet

In der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule gibt es vier Räume mit hochwertiger Computerausstattung (PCs, Drucker, Beamer), darüber hinaus mehrere PC-Stützpunkte. Alle Unterrichts-räume sind vernetzt und verfügen über einen Zugang zum Internet. Es werden alle wichtigen Angebote des World Wide Web der Schule zur Verfügung gestellt:

  • persönlicher Benutzerzugang für jede Schülerin / jeden Schüler,
  • Nutzung elektronischer Datenbanken (Zeitungen, Zeitschriften, Bibliotheken, Behörden usw.),
  • eigene WWW-Seite der Schule (Homepage: www. nellbreuningschule.de)
  • im Aufbau: Intranet

Die Computerräume sind modern ausgestattet und untereinander vernetzt. Vielfältige Lern- und Unterrichtssoftware steht den Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Internetprojekte und die Einbindung informationstechnischer Unterrichtseinheiten sind in breitem Umfang möglich.

Die Schule verfügt weiterhin über fünf Laptopwagen, die mit 25 Laptops, WLAN, Drucker und Beamer ausgestattet sind. Dadurch ist der Einsatz der Laptops im Fachunterricht in jedem Klassenraum möglich. Lehrkräfte haben Fortbildungen zum Laptopeinsatz absolviert.Die Schule hat eine Laptopklasse eingerichtet, in der die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Laptops als tägliches Arbeitsmittel (wie Heft und Buch) benutzen.

In den Jahrgängen 5 und 6 werden die vorhandenen Kenntnisse zu den Grundlagen der Computerbedienung weiter ausgebaut und fortgeführt. Eine stärkere Implementierung der Arbeit mit der EDV wird angestrebt.

Im Wahlpflichtunterricht der Jahrgänge 9 und 10 werden fortgeschrittene Inhalte der Informatik angeboten: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Internetnutzung, Programmierung und Datenbanken sowie der Erwerb eines Computerführerscheins. Dieser europäische Computerführerscheins ECDL ist ein in der Berufswelt anerkannter und zertifizierter Nachweis von Computerfertigkeiten. In den Präsentationsprüfungen in den Jahrgängen 9 und 10 und im Abitur verwenden nach entsprechenden Übungsphasen viele Schülerinnen und Schüler die vorhandenen Einrichtungen und zeigen, dass sie mit den vielfältigen Medien sachge-recht und konstruktiv umgehen können. Kurzfristige Vorhaben:

  • Die Einrichtungen sind jeweils auf einen technisch neuen Stand zu bringen.
  • Vor allem den jüngeren Schülerinnen und Schüler muss vermittelt werden, dass nur ein gezielter Zugriff auf die Informationsflut des Internets hilfreich sein kann,
  • Auf die Nutzung von Büchern (z.B. aus der Schulbibliothek) als zuverlässigeres Quellenmaterial sollte wieder besonders geachtet werden,
  • Weitere schulinterne Fortbildungen der Lehrerschaft in Einsatz und Gebrauch der Computer sollen erfolgen.

Langfristige Vorhaben:

  • Die Einrichtung weiterer Laptopklassen;
  • die Einrichtung und Nutzung eines Intra- und Extranets zum Austausch von Material innerhalb der Lehrerschaft und zur Weitergabe von Aufgabenstellungen an die Schülerinnen und Schüler (verlässliche Schule) bzw. als Möglichkeit, die gestellten Aufgaben elektronisch bearbeitet abzugeben (bereits im Aufbau);
  • die Einrichtung einer e-Learning-Plattform zur Bereitstellung von Zusatz- und Übungs-material, um die Schüler differenziert zu unterstützen (in vielen Bereichen bereits ein-gesetzt).

Audiovisuelle Medien

Anhand von Film- oder Fernsehdokumenten werden gängige audiovisuelle Medien im Unterricht besprochen bzw. analysiert oder zur Veranschaulichung genutzt.

  • Die NBS besitzt zudem eine umfassende moderne digitale Austattung, die auch das Schneiden und Vertonen selbst gedrehter Filme ermöglicht.

6. NAWI

Der naturwissenschaftliche Unterricht als Fach NAWI mit der Verbindung der drei Fachwissenschaften in den Klassenstufen 5 und 6 zielt vor allem darauf ab, das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Natur- und Technik-Vorgängen zu wecken, zu fördern und zu erhalten. Er knüpft an die Interessen und Erfahrungsbereiche der Schülerinnen und Schüler an, verstärkt ihre Neugier und erweitert ihren Erwartungshorizont in Hinblick auf die Naturwissenschaften. Durch die Förderung der Freude am Beobachten und an praktisch durchzuführenden Untersuchungen soll ihr Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen wach gehalten und weiterentwickelt werden.

Die naturwissenschaftliche Methode der Erkenntnisgewinnung wird für alle drei Naturwissen-schaften gleichzeitig eingeführt. Wichtig ist, dass es sich um Fragen aus dem Alltags-und Erfahrungsbereich der Kinder handelt.

Zentraler Bestandteil der naturwissenschaftlichen Kompetenzen ist der Laborführerschein, der in mehreren Unterrichtsreihen erworben wird. Die Schülerinnen und Schüler lernen wichtige Arbeitsschritte wie z.B. das Messen von Stoffeigenschaften oder den Umgang mit Geräten sowie das Einhalten von Sicherheitsvorschriften so, dass sie für alle drei experimentelle Naturwissenschaften angewandt werden können.

Mit der Einführung des Nawi-Unterrichtes an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule zum Schuljahr 2006/2007 wurde die bis dahin bestehende Forscher-AG umgestaltet mit dem Ziel, besonderes Interesse an Naturwissenschaften durch Teilnahme an Wettbewerben zu fördern. Ziel der Wettbewerbe ist es, Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, neugierig und kreativ zu sein, Fragen zu stellen und Lösungen zu suchen, zu forschen, zu erfinden und zu experimentieren. Die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler in die Forscher-AG erfolgt in enger Absprache mit dem Koordinator Hochbegabung.

7. Verlässliche Schule

Eine „verlässliche Schule“ hat zunächst die Aufgabe, für „verlässliche“ Schulzeiten in der Mittelstufe zu sorgen. In der Definition des Kultusministeriums ist darunter der garantierte (Schul-) Tagesablauf auf der Basis des Stundenplanes zu verstehen.

Um die inhaltliche Abdeckung des Unterrichts haben sich das Kollegium und außerschulische (Lehr-) Kräfte zu bemühen.

In der Grundidee sind verlässliche Schule und gebundene Ganztagsschule identisch:

Die Schule ist als selbstverständlicher Mittelpunkt des Tagesablaufs zu gestalten, der durch keine Eventualitäten in Frage gestellt wird und dessen Ernstcharakter durch diese Maßnahme eine entscheidende Aufwertung erfährt.

Die Schule verfügt über einen externen, qualifizierten Personalpool für zusätzliche Beaufsichtigungen von Lerngruppen und Unterricht von Lerngruppen. Hierzu werden die existierenden Lernpläne und weitere Unterlagen für jede Lerngruppe griffbereit in der Schule bereit gehalten, ebenso die kurzfristigeren Planungen.

Mittelfristig ist der Unterricht verstärkt an den bereits oben begründeten Projektmethoden wie z.B. (Wochen-)Planarbeit, handlungsorientierten Vorgehensweisen usw. auszurichten. Die Ein-richtung eines Intranets zur Erleichterung der Erfüllung dieser und anderer unterrichtlicher Aufgabenstellungen ist zu überprüfen und gegebenenfalls anzustreben. Ebenso sind auf der Basis von Erfahrungen ein Anforderungsprofil an außerschulische Kräfte zu entwickeln sowie Standards inklusive Kriterien und Indikatoren für wirksamen Unterricht festzulegen.

8. Fortbildung

Der Fortbildungsplan wird in jedem Schuljahr neu an die Erfordernisse angepasst und in der Schulleitung und der Steuerungsgruppe geplant. Er orientiert sich am Jahresaktionsplan, an anderen schulischen Schwerpunkten und am Fortbildungsgesetz . Darin werden Fortbildungsschwerpunkte festgelegt.

Die Schule achtet auf die Verpflichtung der einzelnen Lehrkraft zur Führung eines Portfolios zur Fortbildung seit dem 1.8.05. Dieses Portfolio ist in Mitarbeitergesprächen und bei Bewerbungsverfahren vorzulegen.

- In den letzten beiden Jahren fanden schulinterne Fortbildungen besonders zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern für neue Kolleginnen und Kollegen statt. Dabei waren Themen u.a. die Führung „Guten Unterrichts“, Unterricht in heterogenen Lerngruppen, in-dividuelles Lernen und Lernpläne, Portfolios zur Lernunterstützung/Dokumentation sowie För-derpläne.

- Besonders die Stärkung der Diagnosekompetenz stand im Mittelpunkt.

- Zu Beginn des Schuljahres findet jedes Jahr eine Einführungsveranstaltung für neue Kolleginnen und Kollegen statt.

Je nach Schwerpunkt und Bedarf akkreditiert die Schule eigene Veranstaltungen und schafft damit eine Grundlage für Laufbahnberatung und systematische Personalentwicklung. Das Portfolio enthält:

Berufsbezogene Qualifikation, Unterrichtsfächer, übergreifende schulpädagogische Themen, besondere Anforderungen der Bildungsgänge, Schulformen und -stufen, Wahrnehmung der Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Schule sowie Arbeitsorganisation der Lehrertätigkeit.

  • Nachweise zur Vorbereitung auf neue oder erweiterte berufliche Aufgaben.
  • Dies umfasst die Qualifizierung für besondere Funktionen in der Schule, Tätigkeiten in Fortbildung und Schulberatung oder der Lehrerausbildung sowie in der Schule oder der Bildungsverwaltung. Dokumente zu weiteren für die berufliche Laufbahn relevanten Tätigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen.

Ganztagsschule

Die OvNBS entwickelt sich zu einer gebundenen Ganztagsschule (GTS). Ihr äußeres Zeichen ist ein rhythmisierter Tagesablauf, wobei die Organisation des Nachmittags mit den Institutionen und Vereinen der Stadt abgestimmt ist. Intensive Elternmitarbeit in Praxis sowie in inhaltlicher und organisatorischer Abstimmung ist ausdrücklich gewünscht. Die – gebundene - Ganztagsschule ermöglicht folgende Aufgaben- und Handlungsfelder:

  • Profilierung mit Neigungsverstärkungen und Fachvertiefungen (Bili, Nawi, Darstellendes Spiel, Sport, Musik, lehrplanbezogene Zusatzangebote)
  • Orientierungsangebote aus allen Wissensbereichen (verpflichtende Teilnahme)
  • Basics (PC-Arbeit, Kommunikationstechniken etc.)
  • Allgemeine Übungszeiten
  • Übungszeiten zur Klärung von Fachproblemen
  • Bereitstellung von freiwillig zu wählenden Betreuungsangeboten

Seit dem 1.11.2004 befindet sich die Schule auf dem Weg zur GTS. Kontinuierlich wird jahrgangsweise aufsteigend ein tägliches Nachmittagsprogramm bis 16.30 Uhr aufgebaut. Ein vielfältiges Angebot von Arbeitsgemeinschaften und zusätzlicher (Hausaufgaben-) Betreuung mit Unterstützung der Stadt, Vereinen, Unternehmen und Einsatz von Lehrkräften ermöglicht dieses fakultativ für einzelne Wochentage, verbindlich für ein halbes Jahr zu wählende Angebot. In verstärkter Zusammenarbeit mit der Stadt werden die finanziellen und personellen Ressourcen dieses Vorgehens abgesichert, der Einsatz von Sozialarbeitern ist auch für den Vormittag anzustreben. Eine Sozialarbeiterin wurde mittlerweile von der Stadt Rödermark angestellt.

Seit dem 1.8.2008 ist die NBS zunächst Schule mit pädagogischer Mittagsbetreuung. Seit diesem Zeitpunkt streben wir verstärkt eine Verbindung der bisherigen Aufgaben- und Handlungsfelder mit dem übrigen Unterricht an (Rhythmisierung).

Der Ausbau der betreuten Mittagspause von 90 Minuten für die Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrganges an drei Tagen seit dem 1.8.2008 ist für weitere Jahrgänge und Tage in Planung. Eine überschaubare räumliche Ergänzung der Schule für die spezifischen Erfordernisse einer gebundenen Ganztagsschule ist mittelfristig notwendig.

Unsere Pädagogische Mittagsbetreuung umfasst folgende Angebote: Warmes Mittagessen, Arbeitsgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung, Förderangebote, freie Angebote und Schulsozialarbeit.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5, 6, 7 und 8 können sich montags bis donnerstags in Arbeitsgemeinschaften einwählen. Unser Wahlangebot umfasst zahlreiche Kurse aus den Rubriken:

Sport und Spiel, Fördern und Fordern, Kreatives Gestalten.

Die Vielfältigkeit der Kurse hilft vorhandene Interessen unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken und zu fördern oder auch Defizite auszugleichen:

So enthält das Angebot Förderkurse in Deutsch (Rechtschreibtraining), Kurse aus dem Bereich der Naturwissenschaften (Mikroskopieren, Hobbypaläontologie, Schulgarten), Sprachkurse wie Spanisch, Französisch, Chinesisch, kreative Kurse wie Theater, Spielfeld Küche und Fotodesign und natürlich diverse Spiel- und Sportkurse wie Schach, Gesellschaftsspiele, Klettern, Tennis, Tischtennis, Badminton, Lateinamerikanische Tänze, Rock’n’Roll und Showtanz sowie Ballspiele.

Die Kurse werden einerseits von Kolleginnen und Kollegen und Oberstufenschülern unserer Schule angeboten, für einige interessante Angebote konnten wir auch „außerschulische Spezialisten“ gewinnen, insbesondere ist hier die Kooperation mit Rödermarker Institutionen, Vereinen und der Stadt zu nennen.

Die Angebote sollen das Schulleben der Schülerinnen und Schüler bereichern, die Teilnahme ist freiwillig. Bei einigen Arbeitsgemeinschaften müssen die Teilnehmer Kosten übernehmen.

Die Schüler können bis zu vier AGs pro Woche wählen. Die Teilnahme erfolgt dann verbindlich für das Halbjahr. Die Teilnahme wird im Zeugnis vermerkt.

Hausaufgabenbetreuung

Der Besuch der Hausaufgabenbetreuung ist für die Schüler kostenfrei. Von Montag bis Donnerstag können in der Zeit zwischen 13.50 Uhr und 16.10 Uhr die Schüler der Jahrgänge 5, 6, 7 und 8 unter der Aufsicht von Oberstufenschülerinnen und -schülern ihrem Stundenplan entsprechend flexibel in der 7., 8. oder 9. Stunde ihre Hausaufgaben machen.

Dabei betreut eine Oberstufenschülerin/ein Oberstufenschüler eine feste Kleingruppe. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler werden für ihre Aufgabe besonders geschult, so dass sie auf die Bedürfnisse der Hausaufgaben machenden Schüler besser eingehen können.

Die Schüler des 5. Jahrgangs haben im Sinne eines rhythmisierten Schultages an den 3 Tagen der Woche, an denen sie Nachmittagsunterricht haben, eine Mittagspause von 90 Minuten. In dieser Zeit können sie sowohl ein warmes Mittagsessen einnehmen, als auch einige freie bzw. offene Wahlangebote nutzen. Dazu zählen z.B. Spielmöglichkeiten im Gesellschaftsspieleraum und auf den Pausenhöfen mit der Möglichkeit der Ausleihe von Pausenhofspielen, Nutzung des Computerraumes, Bibliotheksnutzung, betreuter Hausaufgabenraum, Zeit für Gespräche mit unserer Schulsozialarbeiterin und anderen pädagogischen Hilfskräften (Studenten der Sozialpädagogik und Lehramtsstudiengängen).

Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs mit besonderem Förderbedarf erhalten zusätzliche Förderangebote in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Stundenumfang von ca. 6 Wochenstunden.

Zur Weiterentwicklung unserer Ganztagsschule kooperieren wir mit der Servicestelle Jugend-arbeit und Ganztagsschule.

In Zukunft werden wir dieses Angebot weiter ausbauen und für die Jahrgänge 5-10 jahrgangs-gemäß spezialisieren, die Kooperation mit außerschulischen Partnern vorantreiben und den Schultag für die Eingangsklassen nach den Erfordernissen der Ganztagsschule rhythmisieren. Die personelle, räumliche und sächliche Ausstattung der Schule für einen funktionierenden Ganztagsschulbetrieb ist kontinuierlich und planmäßig fortzuentwickeln.

Um die Lehrkräfte und Mitarbeiter für die vielfältigen Aufgaben eines Ganztagsschulbetriebes zu qualifizieren sind geeignete Fortbildungsmaßnahmen bereitzustellen.

Eine Arbeitsgruppe von Lehrkräften wurde gebildet und erarbeitet Vorschläge zur konzeptionellen Weiterentwicklung unserer Schule hin zur Gebundenen Ganztagsschule.

Ausbildungsschule

DIE AUSBILDUNG DER LEHRERINNEN UND LEHRER IM VORBEREITUNGSDIENST (LIV)

Seit Februar 2008 gehört die Nell-Breuning-Schule zu der Gruppe von Ausbildungsschulen für das Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien in Offenbach. Zuvor hatte sie ausschließ-lich Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst (LiVs) für das Lehramt an Haupt- und Realschulen ausgebildet. Somit arbeitet die Nell-Breuning-Schule mit beiden Offenbacher Studi-enseminaren zusammen.

Im Zuge der neuen modularisierten Ausbildung sind auf die Nell-Breuning-Schule neue Aufgaben zugekommen, die sie mit besonderen Schwerpunkten erfüllt:

Anders als an anderen Schulen arbeiten die LiVs für Haupt- und Realschule mit den LiVs für das Gymnasium zusammen und bilden im Sinne einer Integrierten Gesamtschule eine gemeinsame Schulgruppe.

Im Rahmen der Ausbildungsverordnung für das Lehramt für Gymnasien gibt es an der Nell-Breuning-Schule eine Portofoliobeauftragte, die für die kontinuierliche Betreuung und Beratung der LiVs zuständig ist. Die Portfoliobeauftragte ist die einzige Ausbilderin, die kontinuierlich den Lernprozess einer LiV/eines LiVs betreut, da sie modulübergreifend die LiVs über alle vier Se-mester begleitet und keine bewertende Aufgabe hat.

Die Ausbildungsverordnung im Haupt- und Realschulbereich sieht eine Portfoliobeauftragte/einen Portfoliobeautragten vor, die in der Regel nicht an der Schule der LiVs sind. An der Nell-Breuning-Schule werden die LiVs für das Lehramt an Haupt- und Realschule von der schulischen Portfoliobeauftragten mit betreut und haben somit eine zusätzliche Ausbilderin vor Ort, die nicht bewertet.

Aus der gemeinsamen Schulgruppe und Portfoliobeauftragten ergeben sich einige Vorteile für die Ausbildungssituation an der Nell-Breuning-Schule:

So können die LiVs durch gegenseitige Hospitationen und Feed-Back in den gemeinsamen Schulgruppensitzungen und in gemeinsamen Schulprojekten die Fragen des schulischen Alltags und Unterrichtens aus der Perspektive der verschieden Schulformen behandeln. Ferner können sich unterschiedliche pädagogische, didaktische und wissenschaftliche Ansätze oder Schwerpunktsetzungen gegenseitig ergänzen und bereichern.

Die Nell-Breuning-Schule legt besonderen Wert auf die Qualität und die Quantität des Ausbildungsunterrichts. Die zwei persönlichen Mentoren für jede/jeden LiV werden sorgfältig gemeinsam mit LiVs, Portfoliobeauftragter und Schulleitung ausgewählt.

Unterstützung für den eigenständigen Unterricht erfahren die LiVs darüber hinaus vom gesam-ten Kollegium, indem sie in Schulprojekte, Jahrgangsteams und Fachgruppen eingebunden werden und Unterricht gemeinsam geplant wird. Ferner ist es selbstverständlich, dass das ge-samte Kollegium für Hospitationen bereit ist. Insgesamt ist die Ausbildung an der Nell-Breuning-Schule somit ein Anliegen der gesamten Schulgemeinde.

Öffnung nach außen

1. Elterninitiativen

Eltern engagieren sich vielfältig im Schulleben. Ihre Mitarbeit ist erwünscht und wird begrüßt. Bei vielen Einzelprojekten ist die Durchführung ohne Hilfe der Elternschaft, sei es durch Sachleistungen, persönlichen Einsatz oder Zurverfügungstellung von Know-how, nicht möglich. Koordinator für alle größeren Projekte ist der Förderverein, der die genannten Aktivitäten organisiert und die notwendigen Mittel zusammenträgt.

Das Bistro bietet den Schülerinnen und Schülern von 9.00 bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, einen Imbiss einzunehmen oder Brötchen und andere Kleinigkeiten zu erstehen. Es stellt einen zusätzlichen Aufenthaltsbereich und damit ein Kommunikationszentrum für alle dar. Getragen wird das Angebot vom Förderverein, besonders durch den engagierten Einsatz von Eltern. Die Bibliothek umfasst über 11 000 Bände. Schöne Literatur, Prosa und Sachbücher für alle Altersstufen bis hin zu wissenschaftlicher Literatur für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und die Lehrkräfte können dort ausgeliehen werden. Hinzu kommt ein Präsenzbestand von Nachschlagewerken. Die Bibliothek ist von 8.00 bis 15.30 Uhr während der Unterrichtszeit geöffnet und wird von einzelnen Schülerinnen und Schülern, aber auch von Gruppen als Arbeitsplatz (in Freistunden und während des Unterrichts) genutzt. Sie ist damit ein Kernstück für das Erlernen selbständiger Arbeitsformen und die Arbeit in Projekten. Ermöglicht wird dieses außerordentliche Angebot durch aktive Mitarbeit von Müttern und Mitarbeiterinnen aus Förderprogrammen der Agentur für Arbeit, die sowohl bei der Inventarisierung als auch bei der Ausleihe helfen.

2. Umwelt und Erziehung zur Nachhaltigkeit bzw. Gleichberechtigung

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Schule ist die Zusammenarbeit mit außerschulischen Insti-tutionen, wie z.B. mit der Kommune, der Wirtschaft und den Universitäten.

Agenda 21/Nachhaltigkeit

Die Schülerinnen und Schüler sollen auf eine Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesunderhaltung und den Schutz der Natur sowie auf die Vernetzung der Probleme mit anderen Fachwissenschaften vorbereitet werden.

Das Fach Biologie ist in besonderem Maße geeignet, sich mit dem in der Agenda 21 geforderten Prinzip der „Nachhaltigen Entwicklung“ auseinander zu setzen. Mit deutlichem Bezug zur Heimatgemeinde Rödermark soll die Bereitschaft, sich im lokalen Umweltschutz zu engagieren, durch folgende, regelmäßig stattfindende Projekttage Fledermaustage, Waldjugendspiele, Gewässwergütebestimmung geweckt und gefördert werden:

Studienfahrt des Profils Umwelt und Lebensqualität

Die Schülerinnen und Schüler des Profils Umwelt und Lebensqualität besuchen während ihrer Studienfahrt im Jahrgang 12 eine der beiden Meeresschulen in Kroatien. Dort sollen nicht nur globale Probleme im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Meere vermittelt werden, sondern die Schülerinnen und Schüler sollen für den bedrohten Lebensraum Mittelmeer sensibilisiert werden. Umweltproblematiken, die durch Wirtschaft, Industrie und Tourismus entstehen, werden aufgezeigt und mögliche Lösungen werden diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen dieses Projekts ökologische Methoden im Freiland anwenden, indem sie ihre erworbenen theoretischen Erkenntnisse durch Freilandbeobachtungen im Meer direkt überprüfen.

Jahrgang 7: Girl`s Day

An diesem Tag besuchen die Mädchen dieses Jahrgangs sogenannte „mädchenuntypische“ Berufe. Die Jungen arbeiten in der Schule an Projekten oder gehen in sogenannte „Frauenberufe“. Ziel dieser hessenweiten Veranstaltung ist die Förderung von Gleichberechtigung im Berufsleben.

Neben diesen regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen gibt es viele Projekte, die unregel-mäßig durchgeführt werden. Auch das soziale Engagement an der NBS hat einen bemerkenswerten Stellenwert, das zeigen z.b die viele Spenden- und Hilfsaktionen an verschiedene weltweite Hilfsorganisationen, die logistische Unterstützung der Seniorenfeiern der Stadt Rödermark durch Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 und dergleichen mehr.

3. Kooperationspartner

Kontinuierlich wächst die Zahl der Kooperationspartner. Kooperationspartner haben die Aufgabe, der Schule andere Sichtweisen von Zusammenhängen zu vermitteln, know how zur Verfügung zu stellen und gegebenenfalls auch materiell zu unterstützen. Die Partner unserer Schule stammen aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, Vereinen und Trägern öffentlicher Belange. Von großer Bedeutung in einer Kooperation ist, dass beide Partner Vorteile für sich erkennen können. Ansonsten erwächst keine Konstanz, die für Arbeit in Schule von besonderer Bedeutung ist. Dieser Maßstab trifft im Wesentlichen auf alle derzeitigen Kooperationspartner zu. Über die Inhalte, die an die Schülerinnen und Schüler herangetragen werden, hat die Schule letztendlich das Entscheidungsrecht.

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