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Die Oswald-von-Nell-Breunig-Schule auf dem Weg zur „Gesundheitsfördernden Schule"
Die gesundheitsfördernde Schule ist eine Schule, die der Gesundheit eine zentrale Bedeutung im Alltag einräumt. Auch die Oswald-von-Nell-Breunig-Schule hat im Rahmen auf ihrem Weg zur Ganztagsschule diesen Schulentwicklungsprozess eingeleitet.
„In Hessen leiten Schulen einen Entwicklungsprozess mit dem Ziel ein, das eigene Schulprofil mit Hilfe des Leitbildes Gesundheit zu gestalten. Die Schule wird unter Mitwirkung und Verantwortung der gesamten Schulgemeinde Schritt für Schritt gesundheitsfördernd als Lebens-, Lern-, und Arbeitsfeld entwickelt.
Die Förderung der Gesundheit der gesamten Schulgemeinde ist eine wesentliche Zielsetzung. Die „gesundheitsfördernde Schule“ orientiert sich an einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis.
(Auszüge aus der Broschüre des Hessischen Kultusministeriums)
Voraussetzung für die Zertifizierung „Gesundheitsfördernde Schule“ ist das Erreichen von Teilzertifikaten. Aus den vier Teilzertifikaten „Ernährungs-& Verbraucherbildung“, „Bewegung & Wahrnehmung“, „Sucht- & Gewaltprävention“ sowie einem eigenen gesundheitsbezogenen Profil strebt die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule zunächst die beiden Teilzertifikate „Ernährungs- & Verbraucherbildung“ sowie „Bewegung & Wahrnehmung“ an.
Verschiedene Aktionen sind notwendig, damit wir die Zertifizierung erreichen.
Deshalb haben sich Eltern, das Bistro-Team sowie Lehrerinnen und Lehrer zu der Arbeitsgruppe „Gesunde Schule“ zusammengeschlossen. In regelmäßigen Sitzungen werden die Aktionen evaluiert und verbessert und somit die Teilzertifizierung vorbereitet.
Folgende Aktivitäten zu den einzelnen Teilbereichen finden bereits regelmäßig an unserer Schule statt:
Ernährungs- und Verbraucherbildung
Bewegung und Wahrnehmung
Sucht- und Gewaltprävention
Konzept Gesundes Frühstück
Ziel des Konzeptes ist es, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich bewusst mit Essen und Gesundheit auseinanderzusetzen und auch nach den Erkenntnissen zu handeln. Das Konzept ist stufenweise aufgebaut, wobei das Frühstücken als Basis vom 5. bis 13. Jahrgang beibehalten wird, und die Themen stufenweise erweitert werden.
Das-„Gesunde Frühstück“ sollte vier Mal im Schuljahr stattfinden. Der Termin vor den Ferien kann durch einen anderen, in das Unterrichtskonzept passenden Zeitpunkt (z. B. Aktionswoche), ersetzt werden. Entscheidungen diesbezüglich müssen einheitlich im Jahrgang festgelegt werden. 2 – 3 Unterrichtstunden sind pro Frühstück anzusetzen, wobei die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer von Kolleginnen und Kollegen unterstützt werden, die keine Klassenführung haben. Verschiedene Arbeitspapiere liegen als Kopiervorlage in dem Ordner „Gesundes Frühstück“ im Kopierraum vor. Ergänzungen sind erwünscht. Benötigte Kopien werden jahrgangsweise von Herrn Banetzke gedruckt.
Jahrgang 5/6 Schwerpunkte: Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme.
Ein erstrebenswertes Motto ist: „So lange du kochst und vorbereitest, sollst du auch essen.“ Mögliche Theme
Jahrgang 7/8 Schwerpunkt: Ausrichtung des Frühstücks an der Ernährungspyramide. Mögliche Themen:
Jahrgang 9/10 Schwerpunkt: Essen und Bewegung Mögliche Themen:
Jahrgang 11-13 Schwerpunkt: Ernährung- Ökologie und Ökonomie Mögliche Themen:
Presseartikel: Gesundheitsfördernde Schule
„Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen. Erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit. Erziehung und Gesundheit sind untrennbar.“
Desmond O’Byrne
(Leiter der Abteilung für Gesundheitsförderung, WHO)
Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule strebt die Zertifizierung als „Gesundheitsfördernde Schule“ an, die der Gesundheit eine zentrale Bedeutung im Alltag einräumt.
Dazu werden gesundheitsrelevante Themen und Methoden in Unterricht und Schulleben integriert und die Entwicklung von Lebenskompetenzen (Life Skills) der Schülerinnen und Schüler wird unterstützt.
Auch die Entwicklung von Methoden im Unterricht, die individuelles, eigenverantwortliches und soziales Lernen ermöglichen sowie die aktive Einbeziehung der Eltern in die Planung und Durchführung des Gesamtkonzeptes gehören zu den Kennzeichen einer gesundheitsfördernden Schule.
Das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ umfasst die vier Teilzertifikate
die nacheinander erworben werden können.
Bewegung spielt im Prozess der Gesundheitsförderung eine entscheidende Rolle, denn Bewegung ist Voraussetzung für eine körperliche, geistige und seelische Entwicklung. Neben dem Beitrag zur Gesundheitsförderung geht es in dem Arbeitsschwerpunkt „Bewegung“ auch um die Steigerung der Lern- und Leistungsfähigkeit und um eine positive Entwicklung auf das emotionale und soziale Verhalten der Schülerinnen und Schüler.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Kollegium der NBS am Studientag, dem 27.11.2008, von Dr. Armbrecht, ein Vertreter des Projekts „Fitte Schule“, geschult, wie man in 90 Sekunden die Kondition, Konzentration und Koordination der Schülerinnen und Schüler bei regelmäßiger Anwendung verbessern kann.
Mit „Fitter Schule“ kommt mehr Bewegung in den Unterricht. Das ist notwendig, weil inzwischen 30 Prozent der Jugendlichen übergewichtig sind und sich im Alltag zu wenig bewegen.
Das Projekt „Fitte Schule“ haben der Ehrnährungsmediziner Dr. Thomas Ellrott, Uni Göttingen und der Sportmediziner Dr. Axel Armbrecht, Institut für Bewegungstherapie in Eutin, entwickelt. Es soll die Kinder in den entscheidenden Jahren, in denen ihr Bewegungs- und Essverhalten geprägt wird, durch spannende Wissensvermittlung und gezielte Aktionen dazu anregen, sich zu bewegen und mit dem Thema „gesundes Essen“ zu beschäftigen.
Wenn Kinder lange konzentriert arbeiten müssen, ist eine Auflockerung notwendig. Die Bewegungs- und Quizfragen aus dem „Blauen Sack“, die Dr. Armbrecht für alle neun Klassen des 5. Jahrgangs der NBS als Geschenk überreichte, kommen bei den Kindern gut an.
Und so sieht die „Fitte Schule“ in der Praxis aus:
Aus dem „Blauen Sack“ wird während einer Unterrichtsstunde jeden Tag eine Kugel gezogen. Darin steckt ein Zettel mit einer Quizaufgabe zum Thema Ernährung oder einer Bewegungsaufgabe.
Beispielsweise üben die Schülerinnen und Schüler das Sitzen ohne Bank und Stuhl, indem sie sich im Kreis jeweils auf den Schoß des Hintermannes setzen und sich dabei gegenseitig halten und stützen.
Die Lehrerinnen und Lehrer hatten am Studientag, angeleitet durch Dr. Armbrecht, die Gelegenheit, alle Übungen selbst auszuprobieren und konnten sich überzeugen, dass diese Übungen auch „Bewegungsmuffeln“ Spaß bereiten.
Den Kontakt zu Dr. Armbrecht stellte Frau Ingrid Acker (Dipl. Diätassistentin und Ernährungstherapeutin) her, die sich auch in der Stadt Rödermark für gesunde Ernährung und Bewegung engagiert.