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| geboren: 8. März 1890 in Trier |
1911 in die "Gesellschaft Jesu" eingetreten, 1921 zum Priester geweiht, erarbeitete er 1931 den Entwurf für die von Papst Pius XI. veröffentlichte Sozialenzyklika "Quadragesimo anno".
Ab 1928 war er Dozent für Ethik, Moraltheologie und Kirchenrecht an der Hochschule St. Georgen in Frankfurt. Seine Dissertation trug den Titel "Grundzüge der Börsenmoral". Später lehrte er auch an der Akademie für Arbeit und an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt. Er war ein Volkswirtschaftler von höchstem Rang, Berater bedeutender Persönlichkeiten und gesellschaftlicher Verbände äußerst unterschiedlicher sozialer Gruppierungen.
"Von Nell-Breuning ist ein Konsensträger. Obwohl er keine gesellschaftliche Vision hat, und obwohl er nicht in der Lage sein dürfte, ein faszinierendes Gesellschaftsmodell zu entwerfen und Gefolgsleute um eine zündende Idee zu scharen, ist er doch für viele zum Träger einer konkreten Utopie geworden, nämlich einer Marktwirtschaft mit sozial befriedigenden Ergebnissen, einer Demokratie mit wechselnden Herrschaftsträgern und einer interessenpluralen Gesellschaft mit ethisch-religiöser Bindung" (Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, 1990).
Diese gesellschaftliche Vision und seine regionale Bindung waren die Basis für die Namensgebung unserer Schule.