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News

Vorstand des Fördervereins der Nell-Breuning-Schule formiert sich neu

Der neu gewählte Vorstand des Fördervereins der Nell-Breuning-Schule traf sich vergangenen Woche zur seiner ersten Vorstandssitzung. In dieser Sitzung ging es in erster Linie um die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandes. Da sich die neue „Führungsriege“ des Fördervereins aus vielen engagierten Mitgliedern zusammensetzt, verteilen sich die Aufgaben jetzt auf mehreren Schultern. Die neue erste Vorsitzende Stefanie Hagenlocher hat sich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf die Fahne geschrieben und die Gewinnung möglichst vieler neuer Mitglieder zum Ziel gesetzt:

“Je mehr Mitglieder der Förderverein hat, um so mehr finanzielle Mittel die wir verteilen können, stehen uns zur Verfügung. 1,25 Euro im Monat müssten eigentlich alle Eltern der Schüler der NBS übrig haben, um den Förderverein zu unterstützen. Umso erstaunlicher, dass noch nicht einmal 20 Prozent der Eltern Mitglied im Förderverein sind‘, so die 1. Vorsitzende.

Den 2. Vorsitz des Fördervereins übernimmt traditionell Jochen Zeller, um die Mitgliederverwaltung kümmert sich Ömer Bastyali, als Schriftführerinnen stehen Susanne Hahn und Karen Kessler zur Verfügung und die Kasse wird von Veronika Grubert und Dirk Büschgens verwaltet.

Eine weitere vordringliche Aufgabe des Vorstandes ist es, die Finanzierung des Trainingsraums für das kommende Schuljahr zu sichern – hier werden noch Sponsoren gesucht. Als mittelfristiges Ziel hat sich das Vorstandsteam außerdem die Optimierung des Angebots im Bistro auf die Fahne geschrieben. 

 

 

Exzellenz? Ja bitte!

Wenn Schule auf Wissenschaft trifft: Schülerin der Nell-Breuning-Schule profiliert sich im Life-Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg

 

Hochbegabten-Initiative, Exzellenzcluster, Spitzenförderung: Was für manche nach Elitenpolitik klingen mag, kann den Einzelnen, Begabten, darin unterstützen, sich in dem Fachgebiet, das er liebt, zu beweisen – und dies manchmal schon vor dem Beginn einer akademischen Ausbildung. Isabel Kronshorst ist solch eine junge Frau, die mehr möchte. Die Oberstufenschülerin der Rödermärker Nell-Breuning-Schule kam 2010 mit einer Einrichtung in Berührung, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, herausragenden Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, in dem Fachgebiet ihrer Leidenschaft besonders zu reüssieren: dem Life-Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

 

„Die Hochbegabtenförderung der Nell-Breuning-Schule hat den Anspruch, Schüler auch mit außerschulischen Institutionen zusammenzubringen, in denen sie ihr besonderes Können früh unter Beweis stellen und trainieren können“, meint Achim Wieger, der zusammen mit Thomas Wittinger die Hochbegabtenförderung der Nell-Breuning-Schule leitet. „Deshalb haben wir 2010 erstmals Dr. Katrin Platzer, die Leiterin des Life-Science Labs, zu uns eingeladen. Natürlich haben wir unsere Schülerinnen und Schüler dazu animiert, sich auf einen der begehrten Studienplätze dort zu bewerben.“

Isabel Kronshorst, die mittlerweile die 12. Klasse der Nell-Breuning-Schule besucht, nahm die Chance wahr und setzte sich in einem mehrere Runden umfassenden Bewerbungsmarathon durch. „Beim Life-Science Lab können sich Schüler mit ganz unterschiedlichen Interessen bewerben – es gibt dort Arbeitsgemeinschaften für fast alle Fachgebiete, von Quantenphysik über Archäologie bis hin zur Politikwissenschaft“, berichtet Isabel. „Ich habe mich dort mit einem Vortrag über die englische Königin Elisabeth I. beworben. Im darauf folgenden Kolloquium wurden mir zum ersten Mal Fragen gestellt, die ich nicht ohne Weiteres beantworten konnte – das war etwas Neues für mich“, lacht die junge Frau. „Was man im Life-Science Lab lernt und diskutiert, geht über die normale Schule hinaus.“

Isabel besucht im Life-Science Lab die Arbeitsgemeinschaften Philosophie und Politikwissenschaft. An Wochenenden besucht sie Seminare über Heidegger und Thomas von Aquin; an Freitagnachmittagen hört sie – soweit es ihr anspruchsvoller Stundenplan erlaubt – Studium-Generale-Vorlesungen in Heidelberg über Themen wie „Die Psyche Ludwigs XIV.“ oder Zelltranskription. „Man kommt mit vielen jungen Leuten zusammen, die ihre Fachgebiete schon als Schüler exzellent beherrschen. Das ist natürlich sehr anregend, man kann sich auf hohem Niveau mit Kommilitonen und Gastwissenschaftlern austauschen. Und natürlich sind die Exkursionen, die man zusammen unternimmt, etwas ganz Tolles. Dieses Jahr waren wir in Venedig und Oberitalien, 2013 geht es nach Florenz, wo wir auf den Spuren der Renaissance wandeln werden.“

Natürlich bedauert Isabel, dass die Mitgliedschaft im Life-Science Lab mit dem Ablegen des Abiturs erlischt. Dennoch glaubt sie, dass sich das frühe Netzwerken auszahlen wird: „Ich habe so viele Wissenschaftler kennen gelernt und sie mich. Ich denke schon, dass mir das bei meiner späteren Laufbahn helfen wird. Außerdem gibt es den Life-Science-Lab-Alumni-Verein, der uns Absolventen auch nach dem Abitur unterstützen wird.“

An Isabel Kronshorst kann man erkennen, dass Hochbegabtenförderung keine leere Worthülse ist ist, sondern für Engagierte ganz besondere Möglichkeiten bietet, sich schon im Schüleralltag auf eine erfolgreiche und erfüllte Berufslaufbahn vorzubereiten. Vielleicht wird bei Isabel ja sogar ein „echtes“ Philosphiestudium daraus – einen Lieblingsdenker jedenfalls hat sie schon: Platon.

 

 

Nichts zu mauscheln: Schule transparent


Am 19.4.2012 besuchten Mitarbeiter des Instituts für Qualitätsentwicklung die Nell-Breuning-Schule auf Wunsch des Kollegiums – und lobten seine Bereitschaft, sich initiativ dem Leistungsvergleich zu stellen

Seit einigen Jahren befindet sich die deutsche Bildungslandschaft im Umbruch: Der bisher eher „input-orientierte“ Unterricht wird schrittweise durch eine Lernkultur abgelöst, die eine stärkere Ausbildung zentraler Lebenskompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördert und diese anhand empirisch messbarer Bildungsstandards ermittelt und bundesweit vergleicht. Zugleich haben die Lehrer und die zunehmend selbstständiger agierenden Schulen eine freiere Hand in der Auswahl der Lerninhalte, um sie ihrem jeweiligen Schulprofil anzupassen. Maßstab für den Lernerfolg aber bleibt das Erreichen der bundesweit festgelegten Bildungs- und Kompetenzstandards. Dazu werden in allen sechsten und achten Klassen so genannte Lernstandserhebungen in zentralen Fächern durchgeführt – an der NBS sind dies Deutsch, Englisch und Mathematik. „Wir sind auf einem guten Weg, der dann erfolgreich ist, wenn alle Beteiligten sich gegen ein gelegentlich auftretendes bequemes Denken des ‚Durchwurstelns‘ wenden“, meint Bernd Schreier, der Direktor des Hessischen Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ), das die Bildungserfolge an hessischen Schulen misst. Deshalb ist der vom Kollegium der Nell-Breuning-Schule an das IQ herangetragene Wunsch, sich dem Leistungsvergleich in persona zu stellen, ein Signal für die Bereitschaft zu schulischer Transparenz und ein Ja zu Wettbewerb und Bewertung. Denn: Üblicherweise erhält das IQ die Ergebnisse der Lernstandserhebungen anonym; es kann sie einzelnen Schulen nicht zuordnen.

Auf Einladung der beiden Fachsprecher Angelika Kluge (Deutsch) und Robert Kirchner (Englisch) besuchten Peter Herden, Leiter der Abteilung Zentrale Lernstandserhebungen des IQ, zusammen mit seinen Kolleginnen Susanne Burkhard und Claudia Eva Dlugaiczyk am 19. April 2012 die Nell-Breuning-Schule, um mit Lehrerinnen und Lehrern Lernstandserhebungen vor Ort auszuwerten. Zusätzlich zur Besprechung der Ergebnisse wurden die Lehrer dazu aufgefordert, Feedback zu Art und Schwierigkeit der gestellten Aufgaben zu geben – und damit zur Verbesserung künftiger Lernstandserhebungen beizutragen.

„Die NBS stellt sich schon seit Jahren aktiv dem landesweiten Wettbewerb. Wir haben nicht zu verbergen – im Gegenteil“, meint Werner Damm, pädagogischer Leiter der Schule. „Und wo es etwas zu verbessern gibt, da möchten wir das wissen – um die Dinge zum Wohl unserer Schülerinnen und Schüler zu verändern.“ Ganz in diesem Sinne haben die Lehrer vom IQ auch eine „Hausaufgabe“ mit auf den Weg bekommen: Bis zu den Sommerferien sollen sie einen konkreten Aspekt ins Visier nehmen, den sie aufgrund der Ergebnisse aus den Tests an ihrem Unterricht verändern bzw. verbessern möchten.

Ein Anschlusstreffen mit dem IQ direkt nach den Sommerferien ist bereits geplant. Im Übrigen zeigten sich auch Herden und seine Mitarbeiter über die Einladung der Schule erfreut: „Unsere drei Gäste haben sich mehrfach bedankt – das Treffen hat offensichtlich auch ihnen etwas gebracht“, lächelt Angelika Kluge.

 

 

„Singen macht Spaß“ Chorkonzert – „Projektchor2020“ mit Profi Ensemble LaLeLu a-cappella comedy

Seit über einem Jahr erlernen rund 90 Sängerinnen und Sänger von TonArt Dreieich, Polyhymnia Rodgau, Edelweiß, Frohsinn und Lehr‘sche Chöre Rödermark und Sängerlust Hausen sowie andere singfreudige Interessierte unter der Leitung von Hans-Dieter Müller und Dr. Martin Trageser Lieder der a-cappella-comedy LaLeLu, die der Chor alleine oder gemeinsam mit der Gruppe aus Hamburg präsentieren wird. Der Erlös aus den Einnahmen der drei Konzerte wird den teilnehmenden Schulen in den beteiligten Städten sowie der Jugendarbeit der Sängerlust Hausen zur Förderung des Chorgesangs zur Verfügung stehen.

Daher soll auch die Schulchorvereinigung der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule Rödermark, Weibelfeldschule Dreieich, Heinrich-Böll-Schule Rodgau sowie des Teenychores der Sängerlust Hausen jeweils das Konzert eröffnen. Der Sängerkeis Offenbach will mit seinen Mitgliedsvereinen diese Konzerte in den Fokus der Öffentlichkeit stellen, mit den Konzerten des Projektchor2020 Chorgesang nach dem Motto: „Singen macht Spaß“ präsentieren, die Schulchöre in das Konzertprogramm integrieren und motivieren, an dem Chorfest in Frankfurt am „Tag der Jugend- und Schulchöre“ teilzunehmen, und mit den Einnahmen im Rahmen der Ganztagsschule einen Beitrag zur musikalischen Bildung durch die Förderung des mehrstimmigen Chorgesangs leisten. Ein Konzert mit der a – cappella -Formation LaLeLu aus Hamburg, war schon einmal das Glanzlicht im Veranstaltungskalender der Sängerszene und soll mit neuem, erweitertem Konzertprogramm seine Fortsetzung finden.

Das Konzept „Singen mit Profis“ wird den Gesang jugendlichen Sängerinnen und Sängern näher bringen und die Freude am Gesang vermitteln. Jugendliche der Eurosonggruppe, die schon 2009 an dem Konzert als Jugendchor teilgenommen haben, haben anschließend resümiert: „Hey, so zu singen ist ja cool!“ und es als wünschenswert erachtet, eine solche Veranstaltung zu wiederholen. Daher stellt sich der Sängerkreis diesem Auftrag und der Verpflichtung, sein Engagement für die Nachwuchsarbeit einzubringen. Im Kreis Offenbach werden zur Vorbereitung von „Frankfurt ist ganz Chor“ - dem Deutschen Chorfest vom 7. bis 10. Juni 2012 folgende Konzerte veranstaltet:

  1. Konzert am Samstag 05. Mai 2012 Kulturhalle Rödermark
  2. Konzert am Freitag 11. Mai 2012 Bürgerhaus Sprendlingen
  3. Konzert am Samstag 12. Mai 2012 Bürgerhaus Hausen


Alle Informationen finden Sie auch auf dem Flyer der Veranstaltung:

Download (als PDF)

 

 

Teilnahme eines Teams der NBS am Tag der Mathematik

Am 21. Tag der Mathematik, den das „Zentrum für Mathematik“ am 10. März 2012 an elf Standorten ausrichtete, traten insgesamt über 1600 Schülerinnen und Schüler des 12. (G9) bzw. 11. Jahrgangs (G8) in mathematischen Wettbewerben gegeneinander an. Auch die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule war mit einem Team beim Tag der Mathematik vertreten. Die vier Leistungskursschüler Ricardo und Nicolas Gotta, Steffen von der Lühe und Patrick Wade gingen in Eschborn bei der Firma IBM an den Start. Begleitet von ihrem Mathematiklehrer Martin Lipinski machten sie sich bereits am Samstagmorgen um 7 Uhr vom Bahnhof Ober-Roden aus auf den Weg, um rechtzeitig zum Gruppenwettbewerb da zu sein.

Im darauf folgenden Einzelwettbewerb durften unsere vier Vertreter nicht mehr kooperieren. Nach einer Mittagspause galt es, mathematische Hürden zu überwinden. In dieser Disziplin musste erst eine Aufgabe gelöst und abgegeben werden, bevor die nächste abgeholt und bearbeitet werden durfte. Für einen Mathematiklehrer war es erfreulich, so viele Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung beim Bearbeiten mathematischer Problemstellungen zu erleben – und das in ihrer Freizeit. Auch das NBS-Team war eifrig bei der Sache. Ricardo, Nicolas, Steffen und Patrick fanden die Aufgaben herausfordernd und hatten Freude an diesem (Sams)Tag der Mathematik.

 

 

NBS-Schüler schlagen sich erfolgreich bei „Jugend debattiert“

Am 23. Februar fand an der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich der diesjährige „Jugend debattiert“-Wettbewerb auf Kreisebene statt. Angetreten waren die Schulsieger der Ricarda-Huch-Schule, der Albert-Schweitzer-Schule (Offenbach), der Theodor-Heuss-Schule (Offenbach) und der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule (Rödermark). In zwei Alterstufen debattierten die Schülerinnen und Schüler die folgenden Themen: „Sollen alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 verpflichtet werden, einen ‚Führerschein’ zum richtigen Verhalten in Sozialen Netzwerken zu machen?“; „Soll im Jugendstrafrecht unabhängig von der Art der Tat ein Fahrverbot als eigenständige Strafe eingeführt werden?“ (Sekundarstufe I); „Sollen Jugendoffiziere der Bundeswehr für den Dienst in der Bundeswehr an Schulen werben?“ und „Soll sich in unserer Stadt eine ‚Bürgerplattform’ formieren?“ (Sekundarstufe II).

Diese kontroversen Themen erhielten die Debattanten bereits zehn Tage vor dem Regionalwettbewerb, um sie entsprechend vorzubereiten. Herauskamen kurzweilige und unterhaltsame Debatten. Erfolgreich für die nächste Runde qualifizieren konnten sich dabei u. A. die NBS-Schüler Julian Dagistan (Klasse 10d) für die Sekundarstufe I und Felix Deister (Klasse 12b1) für die Sekundarstufe II. Als Preis erhalten beide ein mehrtägiges Rhetorikseminar, das sie auf den nächsten Wettbewerb, der noch vor den Osterferien in Königsstein stattfinden wird, vorbereiten soll. Wir drücken den beiden wortgewaltigen Rednern die Daumen!

 

 

Von der Lust am (Vor-) Lesen

Schüler der Nell-Breuning-Schule wird Kreissieger im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Man sagt, dass Kinder das Lesen verlernen, weil ihre Eltern ihnen abends nicht mehr vorlesen und so die Lust nicht mehr vermitteln können, die im geschriebenen Wort steckt. Dabei gibt es heute nicht nur Märchen, sondern jede Menge gut gemachter Kinderliteratur, die den Spaß am Buch an sich durchaus wecken könnten. Doch die Kunst des Vorlesens bleibt unersetzlich: Wenn sich Mama oder Papa abends die Zeit nehmen, ihren tief in die Bettdecke eingekuschelten Sprösslingen eine schöne Geschichte zu erzählen, dann stellen sich nicht nur erholsamer Schlummer und süße Träume ein – nein, es entsteht auch ganz von selbst ein gelungener Kontakt zum guten Buch.

Dass aber auch schon Kinder selbst die hohe Kunst unterhaltsamen Vorlesens beherrschen können, wird beim Vorlesewettbewerb deutlich, den der Börsenverein des Deutschen Buchhandels 1959 begründet hat und der seitdem jährlich für alle Sechstklässler in Deutschland durchgeführt wird. In diesem Jahr stammt der Vorlesesieger des Kreises Offenbach-West von der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark und heißt Tim Westerwald.

Tim geht in die 6. Klasse und ist allseits beliebt. „Es macht Spaß, auch seine eigenen Texte zu lesen“, meint Stefan Mohr, sein Klassenlehrer. Seine Kollegin Annette Hanses unterrichtet Tim in Deutsch – dem Fach, in dessen Rahmen der Vorlesewettbewerb stattfindet – und auch sie weiß viel Gutes von ihm zu berichten: „Tim ist ein prima Schüler und dabei bei seinen Mitschülern sehr beliebt. Wir freuen uns sehr über seinen Erfolg.“

Das Buch, das Tim zu diesem Erfolg geführt hat – er ist seit dem 23. Februar amtlich der beste Vorleser von Offenbach-West – heißt „Schattenkinder“. „Es geht dabei um ein Land, in dem Eltern höchstens zwei Kinder haben dürfen. Haben sie ein weiteres, dann müssen sie es verstecken – es ist ein Schattenkind“, berichtet der junge Mann. „Der Kreissieger wurde in der Weibelfeldschule in Dreieichenhain gekürt. Es gab eine dreiköpfige Jury, die die fünf besten Vorleser ausgewählt hat. Wir Fünf haben dann einen neuen Text bekommen, den wir nicht vorbereiten konnten. Und da habe ich gewonnen“, freut sich Tim. „Dabei bin ich eigentlich nur für meine Mitschülerin Lara nachgerückt, die an diesem Tag nicht nach Dreieichenhain kommen konnte.“

Weiter geht’s für Tim jetzt auf Bezirksebene. Sollte er sich auch da gegen seine Konkurrenten durchsetzen, könnte sogar die Krone des hessischen Landessiegers winken.

 

 

Sportstudenten der TU Darmstadt geben Schülern der Nell-Breuning-Schule den „Kick“

Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule steigert Leistungsniveau

Uni goes Schule: Von der Vernetzung von akademischem Lehr- und Schulbetrieb können beide profitieren. Eindrucksvoll zeigt sich das nicht nur bei Großereignissen wie dem akademischen Symposium zu dem Thema „ Medien, Kultur, Gesellschaft“, zu dem die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule vor Kurzem zahlreiche renommierte Wissenschaftler nach Rödermark einlud und auf dem auch Oberstufenschüler der NBS ihre Ergebnisse präsentierten. Vielmehr zahlt sich die Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität(en) auch im pädagogischen Alltagsgeschäft mittlerweile immer mehr aus.


„Die Bewegungskultur von Jugendlichen hat sich verändert. Doch auch für Trendsportarten stellen konditionelle und koordinative Fähigkeiten wesentliche Grundlagen dar. Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern vermitteln, wie sie diese gezielt trainieren und damit ihre individuelle Leistungsfähigkeit steigern können“, meint Martin Lipinski, Fachsprecher Sport an der NBS. „Unsere Schülerinnen und Schüler durchlaufen in Klasse 9 eine Unterrichtseinheit ‚Fitness‘. Hier wollten wir andocken.“


 In diesem Zug hatten vierzehn Schülerinnen und Schüler im laufenden Schuljahr dann erstmals die Gelegenheit, an einem besonderen Test- und Trainingsprogramm teilzunehmen. Nach konzeptioneller Absprache zwischen Sportlehrern der NBS und Martin Bremer, der als Dozent den Kurs „Gesundheitsorientierte Gymnastik“  an der TU Darmstadt leitet, führten Sportstudentinnen und Sportstudenten im November des letzten Jahres sportmotorische Tests mit der ausgewählten Schülergruppe durch. In den folgenden Unterrichtsstunden absolvierten diese Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von NBS-Sportlehrer Mario Bauer ein gezieltes Trainingsprogramm, insbesondere mit Stabilisationsübungen.

Gegen Ende des ersten Schulhalbjahres wurden von den Sportstudierenden die Tests erneut mit der ausgewählten Schülergruppe durchgeführt und die Ergebnisse detailliert ausgewertet. Der Erfolg war deutlich zu messen: „Neun der vierzehn Schülerinnen und Schüler schnitten bei den Ausgangstests um eine ganze Notenstufe besser ab als in den Eingangstests“, berichtet Bauer.
Auch beim Fußball wird mit der TU kooperiert: In pädagogischer Absprache mit TU-Sportdozent Martin Bremer leiteten Anfang Februar zwei in der Fußball-Verbandsliga spielende Sportstudenten Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Fußball sowie weitere talentierte Kicker in einem funktionalen fußballspezifischen Aufwärmtraining an. Im anschließenden 4:4-Turnier zeigten die Mädchen und Jungen große Spielfreude und konnten ihre fußballerischen Fertigkeiten unter Beweis stellen. „Einige unserer Schülerinnen und Schüler konnten sich hierbei für den nächsten Wettbewerb ‚Jugend trainiert für Olympia‘ empfehlen“, berichtet Lipinski. „Für uns ein starkes Zeichen, die Kooperation mit der TU fortzusetzen.“

Von der TU wird diese Absicht unterstützt.

 

 

Italienisches für die Ewigkeit

Zwei Schülerinnen der Nell-Breuning-Schule gewinnen Ehrenpreis der italienischen Auslandsvereinigung

                          

Wie Deutschland zählt man auch Italien zu den „verspäteten Nationen“: Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie England, Frankreich oder auch Russland erlangten Deutsche und Italiener erst Mitte des 19. Jahrhunderts ihre staatliche Einheit. Zur Feier des 150. Jahrestags der italienischen Einigung veranstaltete der Comitato degli Italiani all’Estero (Komitee der Italiener im Ausland) in Dortmund einen Wettbewerb, in dem Italienisch-Schüler verschiedener Altersgruppen aufgerufen wurden, dieses bedeutsame geschichtliche Ereignis mit möglichst kreativen Arbeiten in Szene zu setzen.

„Als ich im Frühsommer 2011 von diesem Wettbewerb erfuhr, dachte ich sofort: Das ist auch etwas für meine Schüler“, berichtet Maurella Carbone, Italienischlehrerin an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark. „Zwei Schülerinnen unserer gymnasialen Oberstufe, auf die ich große Stücke halte – Laura Löbig und Laura Behrens – schlug ich vor, an diesem anspruchsvollen Wettbewerb teilzunehmen.“ Der Ehrgeiz ist verständlich, ist die Nell-Breuning-Schule doch eine der zertifizierten Europaschulen Hessens und für ihr breites und qualifiziertes Sprachenangebot bekannt. Dieses umfasst nicht weniger als neun Fremdsprachen, darunter eben auch Italienisch.

Und so nutzten die beiden engagierten Zwölftklässlerinnen Laura Löbig und Laura Behrens einen Austauschaufenthalt an der italienischen Partnerschule der NBS in Bassano del Grappa im darauf folgenden Herbst nicht nur, um verfeinerte Sprachkenntnisse zu erwerben, sondern auch, um sich gezielt auf den Wettbewerb vorzubereiten. Das Thema für ihre Altersgruppe – die Klassen 9 bis 13 – lautete: Was würdest du von der italienischen Kultur auf eine imaginäre Arche retten wollen, wenn der Weltuntergang bevorstünde? Dazu fertigten sie eine Vielzahl außergewöhnlicher Bildaufnahmen aus Bassano und Umgebung an. „Unser Konzept war, nicht nur an die großen Monumente und Orte wie das Kolosseum in Rom oder den Markusplatz in Venedig zu denken, die jeder kennt. Was macht eine Kultur denn aus? Sind es nicht oft eher die kleinen Details, in denen sich die Seele eines Landes und seiner Menschen offenbart?“, gibt Laura Löbig zu bedenken. Deshalb legten die beiden Schülerinnen zu Hause ein Album dieser liebenswerten Einzelheiten an, die kaum ein normaler Tourist mit seiner Kamera festhalten würde, die aber dennoch präzise Einblicke in Kultur und Traditionen des Landes gewähren. „Z. B. haben wir eine kleine Allee entdeckt, Viale del martiri genannt, ‚Sträßchen der Märtyrer’. An jedem Baum ist dort eine kleine Gedenktafel angebracht, die eines namentlich genannten Opfers des italienischen Widerstandes im 2. Weltkrieg gedenkt, und darunter ein Kerzenhalter. Solche unspektakulären und wenig bekannten ‚Denkmäler’ haben wir in unserem Album in Szene gesetzt und mit selbstverfassten – natürlich italienischen – Texten unterlegt.“

Von dem Werk, in das mehrere Monate Arbeit einflossen, zeigte sich die Wettbewerbsjury des Komitees derart beeindruckt, dass es den beiden Rödermärker Schülerinnen nunmehr einen Ehrenpreis zuerkannte und sie nach Dortmund einlud, um in Gegenwart der italienischen Konsulin in Nordrhein-Westfalen den Preis persönlich entgegenzunehmen. Zu der vor Kurzem stattgefundenen Preisverleihung fuhren die beiden Sprachtalente zusammen mit ihrer Lehrerin Maurella Carbone, die sich natürlich kräftig mitfreute. „Wir haben den Ehrenpreis, den Attestato d’onore, für die originellste und kreativste Umsetzung des Themas bekommen“, berichtet Laura mit leuchtenden Augen. „Und immerhin gab es 200 Teilnehmer, mit denen wir konkurriert haben! Wir sind schon ein wenig stolz.“ Darüber gerieten das wunderbare italienische Buffet, das auf der Veranstaltung serviert wurde, und „die vielen Italiener, aus deren Mund die Sprache noch viel eleganter und herzlicher klingt“ schon fast zur Nebensache. Dass die beiden Mädchen überwiegend mit italienischen Muttersprachlern konkurrierten, macht den Preis für beide zu einem noch schöneren Erfolg – und stärkt ihr Selbstbewusstsein.

 

 

Raum für Kreativität und Ruhe

Aus Offenbach Post 14.12.2011


Ober-Roden (chz) - Mit Beginn des zweiten Halbjahres, also Anfang Februar, wird das neue, in auffallendem Weinrot verkleidete Musik- und Betreuungsgebäude der Nell-Breuning-Schule (NBS) seine Türen für den Normalbetrieb öffnen; gestern wurde es formell eingeweiht.
Das Gebäude steht stellvertretend für all jene Aufgaben, die die Schule von heute von der Gesellschaft zugewiesen bekommen hat“, sagte Rektor Jochen Zeller. Die Schule der Zukunft habe mit ihm aber gerade erst begonnen.
Der lange Weg hin zur Ganztagsschule bringt erhöhten Bedarf an Unterrichtsraum, Sozialräumen und vor allem auch Rückzugsmöglichkeiten während der langen täglichen Schulzeit mit sich. Darauf ist der fast drei Millionen Euro teure und 40 mal 15 Meter große Neubau ausgerichtet: Aufenthaltsbereich, Mehrzweckraum mit Bühne, Probenraum, Theaterfundus, Betreuungsraum und Elternsprechzimmer befinden sich barrierefrei im Parterre, drei Musikräume und die Sozialberatung liegen Obergeschoss, das mit dem Aufzug erreichbar ist.


Auch in seiner ästhetischen Gestaltung verleiht der Bau seinem Innenleben Gestalt: „Dem Architekturbüro ist es ansprechend gelungen, unseren Wünschen Form zu verleihen“, freute sich Zeller und gab einen kurzen Überblick von den ersten Überlegungen zur Ganztagsschule 2004 über die ersten Gedanken rund um den Neubau 2009: „Unser Gebäude der frühen 60er Jahre reichte dafür nicht aus.“ Geld genug gab"s eigentlich nirgends, erst mit dem Konjunkturprogramm des Bundes wurde das Projekt machbar. Das aparte Gebäude in  der Stadt Rödermark kostet einen satten siebenstelligen Betrag.

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger erinnerte sich dank ihrer engen Verbundenheit zur Rödermärker Schule noch an die verschiedenen Phasen, die mit der hohen PCB-Belastung und der Sanierung vor rund 15 Jahren ihren baulichen Tiefpunkt hatten und mit dem jetzigen Neubau ihren vorläufigen Abschluss erreicht haben.
„Jetzt sind die Ressourcen des Kreises erschöpft. Aber kommt Zeit, kommt Geld“, machte die Kreisbeigeordnete im Beisein von Bürgermeister Roland Kern dennoch Hoffnung. Passend zur Nutzung des Hauses für die schönen Künste überreichte nach mehreren musikalischen Einlagen Andreas Janouschkowetz als Vertreter des Architekturbüros Loewer und Partner keinen herkömmlichen Schlüssel, sondern einen Notenschlüssel zur offiziellen Einweihung.

Wer sonst hätte die ersten Töne im neuen Musikgebäude treffender erklingen lassen können als die Euro-Song-Gruppe unter der Leitung von Leanaliisa Pirhonen?

 

Rede von Schulleiter Jochen Zeller zur Einweihung des Gebäudes:


Ein großer Tag für unsere Schule, der 13. Dezember 2011
Ein neues Gebäude wird offiziell übergeben, ein Gebäude, das stellvertretend für die Aufgaben steht, die die Schule heute von der Gesellschaft zugewiesen bekommt.

Ganztagsschule, selbstverantwortliches Lernen, Rückzugsräume  und ästhetische Erziehung sind die Schlagwörter, die Ziele und Bedingungen, die in diesem Bauwerk verwirklicht werden sollen.
Und von Bedeutung ist die ästhetische Gestaltung des Gebäudes selbst: Wir sind überzeugt, dass dieser anspruchsvolle Bau den Gehalt der Feststellung, „ein Gebäude erzieht mit“, nachweisen wird.
Ich freue mich, dass wir zur Übergabe des multifunktionalen Gebäudes so viele Gäste begrüßen können:


Als im Jahre 2009 erste Überlegungen seitens des Kreises angestellt wurde, ob und wie evtl Mittel eines Konjunkturprogramms an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule eingesetzt werden könnten, gab es Überlegungen zur Sanierung einzelner Gebäudeabschnitte, später dann die Idee des Baus einer Mensa.

Beide Überlegungen konnten wir nachvollziehen, entwickelten jedoch in den Gesprächen mit dem Schulträger eine andere Überlegung.
Im Jahr 2004 hatten wir, dem Ruf der Gesellschaft nach der Erfüllung erweiterter Aufgaben durch Schule, beschlossen, gebundene Ganztagsschule – heute Qualitätsstufe 3 - zu werden. Die rasche Umsetzung von Ansätzen für diese erweiterten Ziele ließ uns  schnell spüren, dass hierfür das vorhandene Gebäude mit seinem starren Konzept aus den frühen sechziger Jahren, nicht ausreichend wäre.

Lärm in den Gängen und Störungen des Unterrichts ließen uns zweifeln, ob wir unter den gegebenen  Bedingungen auf dem richtigen Weg waren, ob wir unsere Vorstellungen verwirklichen konnten.

So kam das Konjunkturprogramm gerade recht, um uns bei der Realsierung unserer Vorstellungen zu helfen.

Es wurde von Seiten der Schule ein Konzept entwickelt, das zumindest in Ansätzen den aktuellen Bedarf in Rödermark nach Ganztagsschule in der Mittelstufe deckt. Der Kreis Offenbach als Schulträger, und das möchte ich an dieser Stelle mit großer Freude und Dankbarkeit betonen, stimmte diesem Konzept vorbehaltlos zu und fand ein Architekturbüro, das diese Wünsche umsetzte:
Heute können wir das Ergebnis besichtigen:

  • Wir befinden uns hier auf dem sogenannten Bewegungsparkett, das im Schulalltag den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit gibt,  sich aufzuhalten und  mit oder ohne Geräte kleinere Bewegungen zu entfalten.  Es eröffnet ferner unseren Lehrkräften die Möglichkeit, z.B. ganz spontan vertrackte Unterrichtssituationen außerhalb des Unterrichtsraumes zu entspannen oder kleine Unterrichtssequenzen in einer veränderten Umgebung zu verwirklichen. Auch Arbeitsgemeinschaften aus dem Bereich der ästhetischen oder therapeutischen Bewegung werden möglich sein.
  • Links von Ihnen sehen Sie ein Treppenhaus, das nicht nur nach oben führt, sondern auch viele Rückzugsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler schafft. Dort ist auch das Modell für eine Gestaltung des Treppenhauses zu besichtigen, einer Gestaltung, an der jeder Einzelne, jede Einzelne unserer Schule beteiligt werden soll. Herr Blazejewski, Künstler und Lehrer an unsere Schule, erläutert Ihnen gerne Näheres. Sie erlauben mir den Hinweis, dass für dieses Projekt  noch Sponsoren gesucht werden.
  • Im Raum hinter mir ist ein Proberaum für Theaterspielen entstanden. Sie erlauben mir den Hinweis, dass hierfür noch Sponsoren gesucht werden. 
  • Dahinter können Sie nachher einen Bewegungsspieleraum mit Tischfußball, Billard und vieles mehr sehen, auch hier sind Spenden willkommen.
  • Letzteres gilt auch für die Spielothek, die sich anschließt.
  • Im ersten Stock finden Sie dann hervorragende Räumlichkeiten für den Musikunterricht. Sie erlauben mir den Hinweis, dass hierfür noch Sponsoren gesucht werden.
  • Ergänzt wird das Raumprogramm durch Beratungsräume für unsere sozialen Stützungssysteme wie Schulsozialarbeit und Berufswegebegleitung. Sie erlauben mir den Hinweis, dass ich hierfür im Augenblick keine Notwendigkeit für Sponsorentätigkeit sehe.

Eine rundum gelungene Architektur, ein kleines Schmuckstück, ist so entstanden.
Die Schule der Zukunft hat mit diesem Gebäude allerdings bestenfalls begonnen.
Es fehlen an unserer Schule Räume für praktisches Tun, Räume für Projektunterricht, für Kleingruppen. Es fehlen ausreichend Arbeitsplätze für Lehrkräfte, mehr PCs im Schülerbereich usw. und sofort.

Die in diesem Gebäude entstandenen Komponenten für eine Schule sind keine luxuriösen Ergänzungen, die man sich leisten kann, wenn das Geld dafür da ist, sondern sie sind existentielle Voraussetzungen für eine Schule der Zukunft.
Eine Gesellschaft, die sich durch ihre Struktur fragmentiert und individualisiert, braucht einen Platz, der sie zusammenhält, der gesellschaftliche Verantwortung im täglichen Erleben vermittelt. Dieser Platz kann nur die Schule  sein, nur hier begegnen sich noch alle Bevölkerungsgruppen, nur hier kann das Erarbeiten gemeinsamer Ziele in unserer Gesellschaft geübt werden.

Die Schule unserer individualisierten Gesellschaft braucht aber auch die Möglichkeit des auf die eigene Person gerichteten  Lernfortschritts, Und hierzu benötigen wir  Voraussetzungen, die nicht mit der traditionellen Art der Unterrichtsgestaltung und Schulausstattung geleistet werden können.
Der Kreis Offenbach stattet in Hessen, landesweit betrachtet, seine Schulen mit am besten im sächlichen Bereich aus. Das ist sehr anerkennenswert.
Aber den Bildungsauftrag, dem wir uns als Land ohne Rohstoffe stellen sollen, können die deutschen Schulen auch unter Offenbacher Bedingungen im internationalen Vergleich nicht erfüllen.
Unter der Unterfinanzierung leidet aber nicht nur der sächliche Bereich. Wir brauchen eine generell höhere Personalversorgung für den allgemeinen Unterricht und zusätzlich für eine rhythmisierte Ganztagsschule.
Meine Aufgabe in dieser Begrüßungsrede ist jedoch nicht, schlechte Stimmung zu verbreiten. Und es gibt heute auch im Blick auf den Fortschritt an unserer Schule keinen Anlass dazu.

Wir danken deshalb ausdrücklich dem Schulträger für die Erfüllung unserer Wünsche, dem Architektenbüro für die kreative Gestaltung, den Handwerkern für die einwandfreie Umsetzung.

Ich danke allen, die heute zu dieser Feier beigetragen haben und erlauben Sie mir bitte, unsere sog. Eventmanagerin, Frau Danz, stellvertretend für alle zu nennen.

Möge dieses Gebäude ein weiterer Meilenstein für die fortgesetzte Entwicklung der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule als eine Schule sein, die die gesellschaftlichen Erfordernisse und die pädagogischen Zielsetzungen in einer glücklichen Mischung zum Wohle der uns anvertrauten jungen Menschen vereint.

 

 

Ein Ort zum Lernen, ein Ort zum Leben

Nell-Breuning-Schule präsentiert sich interessierten Eltern von Grundschulkindern – Lehrer beantworten Fragen


Auf welche Schule soll mein Kind gehen, damit ihm später einmal alle Türen offen stehen? Wird mein Kind auch auf einer integrierten Gesamtschule auf den höchstmöglichen Bildungsabschluss – das Abitur – optimal vorbereitet? Wer könnte diese Fragen besorgter Eltern, die das Beste für ihr Kind wollen, nicht nachvollziehen? Am 23. November wurden an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark Antworten geboten. Da nämlich stellte sich die Schule einem interessierten Elternpublikum vor und gab teilweise überraschende Einblicke in ihre breit gefächerte Bildungsarbeit.

Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Europa-Song-Gruppe (als zertifizierte Europaschule mit besonders reichem Sprachenangebot pflegt die Nell-Breuning-Schule intensiv den europäischen Gedanken) hieß Direktor Jochen Zeller die Eltern mit einem Vortrag über den Bildungsgang an der Nell-Breuning-Schule willkommen. Dieser führt je nach Begabung und Lernbereitschaft zum Gymnasial-, Realschul- oder einfachen beziehungsweise qualifizierenden Hauptschulabschluss. „Gemeinsames Lernen im Klassenverband wird nach und nach durch Kurse ergänzt, die auf die verschiedenen Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler abstellen. Dadurch werden die Schüler fit für ihre Lernziele gemacht, gegebenenfalls auch für das höchste, das Abitur, das sich die meisten Eltern für ihre Kinder natürlich wünschen.“ Dass die Betonung auf dem sozialen Zusammenhalt unter den Schülern das Leistungsniveau nicht drücken muss, machte Zeller ebenfalls deutlich: „Die Nell-Breuning-Schule besitzt sogar das Gütesiegel für Schulen, die Hochbegabte besonders fördern.“

Nach dem Vortrag waren Klassenräume geöffnet und zahlreiche Stände informierten über die an der NBS angebotenen Fächer und Projekte. Von Mathematik bis zum Werkunterricht, von alten und modernen Sprachen bis hin zum Austausch mit den Partnerschulen in Übersee reichten die Informationsangebote. „An der NBS wird mit Leidenschaft gelehrt, das Kollegium ist aufgeschlossen und engagiert sich oft weit über das übliche Maß hinaus. Unser Bildungsangebot ist riesig – auch durch die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und Nachmittagsangebote“, berichtet Lateinlehrer Andreas Augsburger, der an seinem Stand über die Möglichkeiten des altsprachlichen Unterrichts an der NBS informierte und demnächst mit seinen Schülern des achten Jahrgangs zum zweiten Mal in der Schulküche „römisch kocht“. Wie er standen auch zahlreiche weitere Lehrerinnen und Lehrer den Eltern Rede und Antwort und gaben auch bei kniffligen Fragen geduldig Auskunft.

Das nächste Mal können sich Eltern und ein breiteres Publikum generell am 11. Februar 2012 über die Möglichkeiten an der Nell-Breuning-Schule informieren. Denn zwischen 8.50 und 12.30 Uhr gibt es dort den „Tag der offenen Türen“, zu dem jeder willkommen ist.

 

 

„Profiling“ an der Nell-Breuning-Schule


Von Facebook bis zum Arabischen Frühling: Oberstufen-Profile der NBS inszenieren Themen der aktuellen gesellschaftlichen Debatte



Nutzen wir die Medien oder nutzen die Medien uns? Sind die Naturwissenschaften immun gegen Betrug? Was können junge Leute dafür tun, dass Deutschland ein Bildungsstandort bleibt? Derart brennenden Fragen gingen Schüler des 13. Jahrgangs am Donnerstag in der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark nach – und sie taten dies in einer dreistündigen Gemeinschaftspräsentation, die einen spannenden, multimedialen Mix aus Film, Talkshow, Theater und Vortrag bot.

Die sechs verschiedenen Beiträge dieses spannenden Abends spiegeln die Verschiedenartigkeit und Einzigartigkeit der „Profile“ der Oberstufe wider. An der Nell-Breuning-Schule sind die Oberstufenschüler in so genannten Profilen organisiert: So verbindet „Naturphilosophie“ einen Leistungskurs Physik mit einem Grundkurs in Ethik oder Religion sowie mit Business English, um seine Absolventen einerseits auf die Auseinandersetzung mit wissenschaftsethischen Fragen und andererseits auf ein Studium im internationalen Umfeld vorzubereiten; daneben gibt es die Profile „Kommunikation und Ästhetik“, „Gesellschaft im Wandel“, „Umwelt und Lebensqualität“ sowie den sprachorientierten „European Profile Course“ – schließlich ist die Nell-Breuning-Schule eine der renommiertesten hessischen Europaschulen.

Ein fulminanter Einstieg in den Abend gelang dem Profil „Kommunikation und Ästhetik“. Unter Einsatz von Film, Erlebnisberichten und Theater gingen die jungen Leute dem Thema „Widerstand und Überwachung in der DDR“ nach. Der zweite Kurs dieses Profils inszenierte, mit beeindruckendem und poetischem Einsatz pantomimischer Darstellung, das Thema Schuld und Verstrickung und wie sich schuldhafte Situationen in der Geschichte wiederholen. Die „Naturphilosophen“ befassten sich mit dem Casus des tief gefallenen Physiker-Wunderkindes Jan Hendrik Schön. Der als Nachwuchsgenie gefeierte Wissenschaftler wurde der Fälschung diverser Messreihen überführt, 2009 wurde ihm der Doktorgrad aberkannt. Die Schülerinnen und Schüler blieben aber nicht bei einer simplen moralischen Verurteilung stehen. Vielmehr wurde auch die Frage angeschnitten, inwieweit der akademische Betrieb mit seinem Gebot des „Publish or Perish“ (Veröffentliche oder geh unter) Wissenschaftler dazu zwingt, ständig neue spektakuläre Ergebnisse zu veröffentlichen, auch auf Kosten der akademischen Redlichkeit. Die Schüler des Profils „Gesellschaft im Wandel“ untersuchten ihrerseits das Verhältnis zwischen Medien und Krieg. Kern ihrer Präsentation war die inszenierte Gerichtsverhandlung eines amerikanischen Soldaten, der 2004 etliche Zivilisten im Irak tötete und sich darauf berief, dass das reale Töten „ganz wie in der Simulation“ war: ein deutliches Zeichen dafür, dass die Vorwegnahme realer Kriegssituationen am Computerbildschirm den tatsächlichen Einsatz im Krieg wie die Fortsetzung eines Videospiels erscheinen lassen kann. Das Profil „Umwelt und Lebensqualität“ nahm sich Fragen der Erziehung und Neurobiologie vor und verwies darauf, dass zu hoher Medienkonsum die Entwicklung des kindlichen Gehirns einschränkt, weil ein Fernesehbild eben nie mit allen fünf Sinnen erfasst werden muss, die Wirklichkeit mithin buchstäblich „verflachen“ lässt. Schließlich beschäftigten sich die Absolventen des Europaprofils in fließendem Englisch mit dem Thema „Revolution“, wobei sie einen Bogen vom Arabischen Frühling bis hin zur aktuellen wirtschaftskritischen „Occupy“-Bewegung schlugen.

Die Nell-Breuning-Schule hatte den Schülern der Profile eine volle Woche eingeräumt, sich abseits der normalen Unterrichtsverpflichtungen ganz mit den gewählten Themen zu beschäftigen, sich in die Tiefe zu informieren, zu diskutieren, Filme zu drehen, Auftritte zu üben und Meinungen zu formen. „Eigenständigkeit im Urteil und profunde Sachkenntnis müssen zusammenkommen – nur dann wird man wirklich von einer Lernleistung sprechen können, die auf Leben und Studium gleichermaßen vorbereitet“, meint Rektor Jochen Zeller. „Wir sind bewegt davon, mit welcher Ernsthaftigkeit und Kreativität sich unsere Schüler auf diese Präsentation ihrer Leistungen vorbereitet haben.“ Wobei man hinzufügen muss, dass auch der Humor bei vielen Inszenierungen nicht zu kurz kam – ein Beweis dafür, dass über dem vielen Lernen den Schülern der Nell-Breuning-Schule nicht der Spaß an der Sache vergeht. Dazu trug sicher auch die Betreuungsleistung der engagierten Lehrerinnen und Lehrer bei, die die Schüler begleitet haben und der Initiative der Schüler dennoch breiten Raum ließen. „Uns ist wichtig zu zeigen, dass auch anspruchsvolles Lernen Spaß macht“, meint Hizniye Dursun,  Tutorin des „European Profile Course“. „Denn“, so betont Dursun, „das Shakespeare-Wort gilt nach wie vor: ‚Was ihr nicht tut mit Lust, gedeiht euch nicht!’"

 

 

Betriebspraktikum der Nell-Breuning-Schüler

Seit mehreren Jahrzehnten absolvieren die Schülerinnen und Schüler der NBS regelmäßig ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Auch in diesem Schuljahr sind es ca. 250 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, die vom 19.09.bis 07.10.2011 ihr Betriebspraktikum durchführen.

Nach Auskunft der Agentur für Arbeit hat sich schon im letzten Jahr die Situation auf dem Ausbildungsmarkt entspannt, so dass für die Schüler nicht allzu schwierig war, Praktikumsstellen in genügender Zahl zu finden. “Der Dank gilt den zahlreichen Firmen, die die Nell-Breuning-Schule immer wieder mit Praktikumsstellen unterstützen,“ sagt Stufenleiter Ulrich Vogel. Eine Berufsentscheidung ist nicht immer für ein ganzes Arbeitsleben gültig, Dennoch ist die Studien- und Berufswahl eine wichtige Grundlage für den weiteren Lebensweg. Die Berufswahlkompetenz ist eine dringende Angelegenheit auch für die Schule.

Nach dem die Schüler im vorherigen Schuljahr bereits ein Sozialpraktikum in entsprechenden Berufsfeldern absolvieren durften, könne sie während des jetzigen Betriebspraktikums einen weiteren Einblick in die Wirklichkeit der Arbeits- und Wirtschaftswelt erhalten und berufliche Tätigkeiten und Aufgaben kennen lernen. Das Betriebspraktikum bietet darüber hinaus immer auch eine Hilfestellung bei der Vorbereitung der eigenen Berufswahl. Es eröffnet die Möglichkeit, sich seiner Interessen, Neigungen und Fähigkeiten besser bewusst zu werden; sei es, dass man anschließend sagen kann, das erfahrene berufliche Umfeld komme für einen selbst in Frage, oder sei es, dass man die Gewissheit erhält, diesen Beruf nicht ausüben zu wollen.

„Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen das Praktikumsangebot sehr gerne an, und sie nutzen ihre Freiräume in Wahl und Lage der Praktikumsplätze. Das Betriebspraktikum ist beliebt, die gewonnenen Erfahrungen werden überwiegend positiv beurteilt, „ so Vogel.

Die Praktika werden in den Bereichen Erziehung, Verwaltung, Handwerk und Pflegeberufe durchgeführt, aber auch in der Fertigung, Herstellung und im Handel. Auch in diesem Jahr ist man an der Nell-Breuning-Schule gespannt mit welchen ersten „Berufserfahrungen“ die Schülerinnen und Schüler in die Schule zurückkommen. Immer häufiger passiert es, dass Schüler freudestrahlend aus dem Praktikum kommen mit der Aussage „Ich hab’ die Lehrstelle.“ „Das ist für die Schule natürlich das schönste Ergebnis“, so Vogel, „denn wir wollen, dass jeder Schüler nach der Schulzeit seinen Platz in der Gesellschaft findet.“

 

Naturkundeunterricht, wie er nicht im Buche steht

Gerade hat die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark die Zusage erhalten, bis 2013 jeweils eine weitere Aktionswoche pro Jahr mit ihren Biologieschülern in der Meeresschule Pula verbringen zu können. Auch sonst geht die Nell-Breuning-Schule neue Wege im Naturkundeunterricht – eine Lehrerin erläutert, was das den Kindern bringt.

Frau Stiehl-Wege, Sie sind als Studiendirektorin Fachsbereichsleiterin Naturwissenschaften an der Nell-Breuning-Schule und zugleich Lehrerin eines Leistungskurses Biologie. Was bedeutet die erneute Zusage der Meeresschule in Pula für Ihre Schüler?

Ulrike Stiehl-Wege: Pula ist an ein Ort an der kroatischen Adriaküste, und die dortige „Meeresschule“ bietet eine hervorragende Möglichkeit, sowohl theoretisch als auch praktisch das Ökosystem Meer kennen zu lernen. Plätze dort sind heiß begehrt, und deshalb freuen wir uns natürlich darüber, abermals den Zuschlag erhalten zu haben. Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten in Pula einen beeindruckenden Einblick in Flora und Fauna des Meeres, speziell auch des Meeresbodens. Vor allem werden sie auch sensibilisiert für Fragen des ökologischen Gleichgewichts und Faktoren wie Tourismus, Fischfang und Industrie, die einen Einfluss darauf haben.

Wie muss man sich denn den Unterricht an der Meeresschule praktisch vorstellen?

Ulrike Stiehl-Wege: Zum Beispiel geben Meeresökologen per Einführungsvortrag Einblicke in bestimmte Tier- und Pflanzenarten oder Teil-Ökosysteme wie Seegraswiesen, die die „Kinderstube“ vieler Fischarten und Seepferdchen sind. Dabei kommen zunächst auch Aquarien zum Einsatz. Die Schüler zeichnen die Tiere, informieren sich eigenständig über sie weiter und erlernen Methoden der Meereskartografie. Anschließend wird ins offene Meer oder eine Meeresgrotte hinausgeschnorchelt, und dort wird das theoretisch Erlernte praktisch in Augenschein genommen. Die sinnlich erfahrbare Qualität dieses Unterrichts potenziert natürlich die Lerneffekte. Außerdem steigert das in hohem Maße selbstverantwortliche Vorgehen der Schüler ihre Motivation.

Wodurch zeichnet sich denn der naturkundliche Unterricht an der Nell-Breuning-Schule allgemein aus?

Zum einen setzen wir in den Klassen 5 und 6 auf einen allgemeinen, Fächer übergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht, kurz NaWi genannt. Das heißt, anstelle der üblichen zwei Stunden Biologie in diesen Jahrgangsstufen erhalten die Schüler in drei Wochenstunden einen Einblick in die Felder des Naturkundeunterrichts allgemein. Die methodischen Grundlagen der drei naturkundlichen Fächer – Physik, Chemie und Biologie – sind ja dieselben und können so bereits in den ersten beiden Jahren der höheren Schule vermittelt werden. Beobachten und Experimentieren heißt die Devise. Anhand von Versuchen, die dem Alltag der Schüler entnommen sind, erhalten sie ein naturwissenschaftlich-technisches Basiswissen ebenso wie grundlegende Fertigkeiten. Außerdem erwerben unsere Schüler den so genannten „Laborführerschein“ – sie lernen, mit Gerätschaften wie dem Bunsenbrenner umzugehen, wie man sich bei Versuchen schützt und weitere Methoden aus dem Laboralltag. Im Übrigen findet der Unterricht nicht nur in den Klassenräumen statt. Fest eingeplant in den Jahresrhythmus sind Aktionen wie die „Waldjugendspiele“, bei denen wir mit Forstamt und NABU kooperieren und bei denen die Kinder spielerisch den Wald, seine Tier- und Pflanzenarten erkunden. Regelmäßig besuchen wir auch das Juniorlabor der TU Darmstadt und halten einen „Fledermaustag“ ab. Nur um einige Beispiele zu nennen.

Und später wird dann der Unterricht wieder in Einzelfächern erteilt?

Ja, ab dem 7. Schuljahr wird sukzessive der Unterricht in den Einzelfächern aufgenommen. Ab der 7. Klasse stehen Biologie und Physik auf dem Programm, ab der 8. kommt noch Chemie hinzu. Den starken Fokus auf dem praktischen Experiment behalten wir bei, weil das den Stoff anschaulicher macht und Bezüge zur Lebenswelt herstellt. Ab dem 8. Schuljahr beginnt außerdem die Differenzierung in verschiedene Leistungsniveaus, um die Schüler gezielt fördern zu können. Natürlich bereiten die „höheren“ Kurse auch gezielt auf die gymnasiale Oberstufe vor, die wir ja ebenfalls anbieten.

Gibt es auch in der gymnasialen Oberstufe der Nell-Breuning-Schule Besonderheiten?

O ja, die gibt es. Zum Beispiel wählt sich jeder Schüler ab der Jahrgangsstufe 12 in ein interdisziplinär angelegtes „Profil“ ein. Deren gibt es insgesamt fünf. Schüler, die ihren Schwerpunkt auf Naturwissenschaften legen, können zwischen den beiden Profilen „Naturphilosophie“ und „Umwelt und Lebensqualität“ wählen. Bei ersterem steht Physik in Verbindung mit ethischen und wissenschaftsphilosophischen Fragen im Vordergrund, bei dem zweiten Biologie und der Schutz der Umwelt. Unsere Profile sind überregional bekannt. Viele Schüler, auch von anderen Schulen, entscheiden sich gezielt unsere Oberstufe, weil sie dort buchstäblich lernen, über den Tellerrand hinauszublicken.


Lesestars 2010/2011 der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule

Jana Schuldt aus der Klasse 8a hat sich beim elften JuJu-Wettbewerb der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule als echte Leseratte erwiesen. Mit 33 Büchern ist sie klare Siegerin beim diesjährigen Wettbewerb. Gefolgt von Lara Tschende, unserem Mathe-As, aus der Klasse 8a mit 23 Büchern. Den dritten Platz belegt Schirien Kanawesi aus der Klasse 5e mit immerhin 20 Büchern.

JuJu steht für „Junge Jugendbuchjury“. Dabei werden von der Bibliothekarin der NBS, Frau Santner, im Vorfeld 50 Jugendbücher ausgesucht, die anschließend von den Schülern der 5. bis 8. Klasse gelesen werden können. Wenn die Schüler ein Buch gelesen haben, füllen sie danach einen Fragebogen aus und bewerten dieses Buch. Der Wettbewerb geht über das ganze Schuljahr und am Ende werden die drei Siegerbücher, das heißt die, die von den Schülern am besten bewertet wurden, festgestellt und die Schüler, die am meisten gelesen haben, werden mit einem vom Förderverein gestifteten Preis geehrt.

Insgesamt haben sich in diesem Schuljahr 90 Schülerinnen und Schüler beteiligt. Klar in der Überzahl sind dabei die Schülerinnen: 72 Mädchen haben fleißig gelesen und leider nur 18 Jungen. Im kommenden Schuljahr hofft die Leitung, den männlichen Anteil steigern zu können.

Wie in jedem Jahr wurde auch wieder eine Siegerklasse ermittelt. Klassensieger war in diesem Jahr die Klasse 5e unter der Führung von Frau Reining. 15 Schülerinnen und Schüler haben sich am JuJu-Wettbewerb beteiligt.

Hier die Siegertitel, die natürlich weiterhin in der Bibliothek ausgeliehen werden können. Diese und weitere persönliche Lieblingsbücher wurden von verschiedenen Schülerinnen beim JuJu-Abschlussfest vorgestellt und vielleicht wurde die Leselust bei den Zuschauern ja noch einmal angeregt.

Auf dem dritten Platz landete das Buch:

„Der Schneewittchenclub“ von Lily Archer. Drei Mädchen gründen einen Club, um sich an ihren Stiefmüttern zu rächen. .

Den zweiten Platz belegte:

„Amira, du gehörst zu uns!“ von Regina Rusch. Dies ist ein Roman, in dem es um die Abschiebung einer bosnischen Familie geht.

Und das Siegerbuch in diesem Jahr ist:

„Waldesruh“ von Susanne Mischke. Eine Geschichte über junge Menschen, die plötzlich alleine leben und so ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Es geht um das Erwachsenwerden und darum, Entscheidungen zu treffen, um die Übernahme von Verantwortung, Freundschaft und die erste Liebe.

Einen herzlichen Dank sprach die Vertreterin des Lehrerkollegiums, Frau Sabine Berkard, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des JuJu-Wettbewerbs, besonders der Leiterin der Bibliothek, Frau Santner und dem ganzen Bibliotheksteam aus. Durch deren unermüdlichen Einsatz in der Schulbibliothek werde die Lesebereitschaft unter den Schülerinnen und Schülern stets gefördert.

Im neuen Schuljahr gibt es natürlich wieder eine neue Runde des JuJu-Wettbewerbes und dieser wird diesmal mit einer Autorenlesung eingeleitet. Verena Karcz wird aus ihrem Buch „Mondritter“ lesen. Das besondere dabei: Verena war selbst einmal Schülerin der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule und hat ihr Werk im Alter von 12 Jahren geschrieben. Das genaue Datum der Lesung wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

 

Lust auf Chemie

Praxisnäher geht’s nicht: Klaus Scharf, Lehrer an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule, besucht mit seinen Schülern regelmäßig das Junior-Labor an der TU Darmstadt

„Es geht darum, den Kids zu vermitteln, dass Chemie nicht nur aus Formeln besteht, sondern etwas mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun hat, spannend wie ein Krimi ist und ‚angefasst’ werden kann“. Animiert spricht Klaus Scharf, Chemielehrer an der Rödermärker Oswald-von-Nell-Breuning-Schule, von seinem Fachgebiet und Unterricht. Die Nell-Breuning-Schule tut sich seit Jahren mit einem ausgeprägten naturwissenschaftlichen Profil hervor, das von ihrer guten technischen Ausstattung, aber auch von begeisterten Lehrerpersönlichkeiten wie Klaus Scharf getragen wird. Klaus Scharf wurde vor einigen Jahren via Quereinstieg zum Vollpädagogen und man merkt ihm an, mit wie viel Freude er bei der Sache ist.

Eine Neuerung, die Scharf an der Nell-Breuning-Schule eingeführt hat, sind Besuche seiner Chemieklassen im so genannten Junior-Labor für Chemie, das der Pharma-Konzern Merck und die Technische Universität Darmstadt gemeinsam auf dem Campus der TU betreiben. In diesem speziell für Schüler eingerichteten Labor ist es möglich, chemische Prozesse von Anfang bis Ende mitzuerleben. Oft handelt es sich um einfache, aber spannende Experimente wie zum Beispiel das Entrosten einer Schraube, das Vergolden einer Münze, oder – bei den Schülern noch beliebter – das Herstellen von Eiskrem unter Verwendung von Himbeeren und flüssigem Stickstoff. „Die Praxisnähe besteht darin, dass die Kinder bei den chemischen Vorgängen selbst mit Hand anlegen, sie in Eigenregie durchführen können“, berichtet Scharf. „Selbstverständlich wird der Labortag in der Schule pädagogisch vor- und nachbereitet, damit die Experimente besser verstanden und nachvollzogen werden. Aber vor Allem geht es darum, Lust am Fach, am Experimentieren, am Lernen zu wecken. Wenn die Kinder verstehen, dass Chemie etwas mit ihrer Lebenswelt zu tun hat, weckt das eine ganz andere innere Beteiligung, als wenn sie sich nur theoretisch mit den Vorgängen beschäftigen.“

Grundsätzlich geht es Scharf auch darum, Freude an naturwissenschaftlichen Berufen zu wecken. „Gerade Chemiker werden in Zukunft händeringend gesucht werden. Praxisnaher Unterricht, wie er an der Nell-Breuning-Schule praktiziert wird, hilft dabei, bereits in der Schule erste grundlegende Techniken späterer Chemieberufe kennenzulernen“. Denn: „Zusammenschütten kann jeder – aber um die Substanzen wieder voneinander zu trennen, so sagt man, dafür brauchst du einen Chemiker!“ Scharf schmunzelt. Wen wunderts, dass der nächste Besuch auf dem Darmstädter Campus bereits fest gebucht ist!

 

 

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Auf dem Kongress der Hessischen Europaschulen an der evangelischen Akademie in Hofgeismar, 2./3.Mai 2011 wurden viele Forderungen an Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und vor allem an die Schule gestellt.

Über ein Jahr haben sich die Europaschulen mit dem Thema „Europa braucht Freiheit, Vielfalt, Neugier - Zusammenleben und Integration in der Stadt der Zukunft“ auseinander gesetzt. Eine Vielzahl von Projekten und Produkten ist im Laufe der Zeit zusammen gekommen, die eine sehr breite Vielfalt darboten.

So wurde zum Beispiel der „Kampf“ einer Europaschule gegen die Abschiebung eines ausländischen Schulkameraden dokumentiert, die es schaffte, den Mitschüler wieder an die Schule zurückzuholen.

Das Comenius-Projekt der NBS „La mirada el otro“ („Ich sehe etwas, was du nicht siehst und du siehst etwas, das ich nicht sehe“), an dem über mehrere Jahre mit den Partnerschulen Njudungsgymnasiet in Schweden und dem NIES arquitecte Manuel Raspall in Cardedeu, Spanien gearbeitet worden war, stieß auf sehr viel Interesse.

Auch die Profilarbeit an der Oberstufe der NBS, die es in der Form an keiner anderen Schule gibt, weckte die Neugier der Kongressteilnehmer bei der Präsentation der Profilwoche. Die Schülerinnen und Schüler des Europaprofils hatten sich mit dem Thema „My ideal City“ auseinandergesetzt und die Ergebnisse in ihrer Profilpräsentation dargestellt.

Da die Europaschulen für ihre Qualitätsarbeit und ihren Fortschritt bekannt sind und immer wieder hierfür ausgezeichnet werden, arbeiteten sie auf dem Kongress mit Experten aus vielen gesellschaftlichen Bereichen zusammen und stellten ihre Forderungen nicht nur sich selbst, sondern vor allem an die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler und Dr. Kindermann, als Vertreter Herrn Hahns, dem Hessischen Minister der Justiz, für Integration und Europa.

In den zwei Tagen wurde zusammen mit Experten, Lehrkräften, Eltern und Schülern in Foren zu diesen Themen gearbeitet:

  • Betriebliche Integration und ihre Wirkung auf den Stadtteil bzw. Stadtgesellschaft
  • Religion und Kultur- Abgrenzung und Identifikation und ihre Wirkung auf die Gemeinschaft
  • Interkulturelle Begegnung- Außerschulische Jugendarbeit
  • Stadtgesellschaft und Stadtteilentwicklung als Motor von Integration oder Segregation?
  • Integration als Herausforderung für Unterricht und Schulleben.

Die Ergebnisse wurden als Grundlage einer Podiumsdiskussion mit Herrn Dr. Kindermann (Vertreter von Herrn Hahn, Hessischer Minister der Justiz, für Integration und Europa), Frau Anne Janz (Dezernentin für Schule, Jugend, Frauen, Gesundheit, Stadt Kassel), Frau Christine Lüders (Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin), Herrn Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba (Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität, Berlin) und zwei Schülern/Innen genommen, die von Herrn von Ungern-Sternberg (Dezernat für Integration der Stadt Frankfurt) moderiert wurde.

Die Schulsprecherin Victoria Aladin der NBS aus dem 12.Jahrgang beteiligte sich sehr aktiv sowohl an der Zukunftswerkstatt der Schüler als auch an der Podiumsdiskussion und sprach sich als Vertreterin der Schülergruppe für frühzeitige Inklusion und mehr Zusammenarbeit aus.

Dies könne und solle bereits im Kindergarten erfolgen und von Schulen fortgeführt werden durch z.B. Austauschprogramme, mehr Möglichkeiten zum Kennenlernen anderer Kulturen, Integrationsmöglichkeiten und einer europäischen EXPO.

Als Resümee der Diskussion fasste Ministerialrat Wolf Schwarz, der „Gottvater“ der Hessischen Europaschulen zusammen:

„Das Thema ist eine Herausforderung, muss aber allgegenwärtig gemacht werden, die Gesellschaft muss darauf aufmerksam gemacht werden.

Schulgestaltung muss unabhängig von der Vorbildung der Eltern sein.

Wir brauchen ein schulisches Integrationskonzept, Zukunftswerkstätten an Schulen und effektive Elternarbeit!“

 

 

Islam : Schüler informieren sich Ort

Die Fragen der großen Politik nach der Zugehörigkeit des Islam zu unserer Gesellschaft oder dessen Umgang mit Andersdenkenden können mit 11Jährigen Schülerinnen und Schüler noch nicht besprochen werden.

Aber der Islam in seiner äußeren Erscheinung kann durchaus Gegenstand des evangelischen Religionsunterrichts sein.

Dies zeigte Stefan Mohr, Lehrer an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark.

Mit seinem Religionskurs des 5.Schuljahres besucht er eine Moschee in Dietzenbach. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren auf ganz praktisch Weise die Umgangsformen in einem solchen Gebetshaus.

Zu Beginn des Besuchs war z.B. die Aufgabe zu bewältigen, wie man seine schmutzigen Schuhe auszieht, ohne den sauberen Teppich des Gebetsraumes zu beschmutzen. Anschließend erkundeten die Schülerinnen und Schüler anhand eines Beobachtungsbogens selbständig den großen Raum der Mosche, achteten auf die vielen Details und stellten selbst einen Fragebogen auf. So konnte mit dem Vertreter der islamischen Gemeinde, Herrn Dagistan, geklärt werden, warum in Richtung Mekka gebetet wird, welche Funktion Gebetsketten haben, welche Bedeutung dem Teppichmuster beizumessen ist. Der zum Teppich gehörige Staubsauger wurde von den interessierten jungen Menschen in die Fragerunde mit einbezogen. Besonderer Erklärung bedurfte der Ablauf des Gebetsritus. Neben der Erkundung des Gebetsraumes wurden zudem noch die Waschräume, der große Essensraum, der zu Ramadan gut mit Speisen gefüllt ist, der Gebetsraum für die Frauen und der „Meeting-Room“ inspiziert. Abschließend wurden den Schülerinnen und Schüler Tee und leckeres Gebäck gereicht.

Der evangelische Religionsunterricht an der Rödermärker Europaschule behandelt somit das Thema Islam nicht nur mit Lehrbuchinformationen, sondern die Schülerinnen und Schüler sammelten Erkenntnisse leibhaftig. Die Frage lautet für Stefan Mohr nach dem Besuch nicht „Geht das im christlichen Religionsunterricht?“, sondern vielmehr „Geht das noch mal?“

Nach Beobachtung des Lehrer für evangelische Religion bekamen die Schülerinnen und Schüler durch diesen anschaulichen Besuch eine neuen Blickwinkel für ihren eigenen Glauben, denn das Kennenlernen des Unterschieds zwischen den Religionen stärke durchaus den eigene Standpunkt und wecke Verständnis für den anderen Glauben der Mitschüler, deren Familien aus fernen Ländern zu uns gekommen seien. Er dankte Herrn Dagistan von der islamischen Gemeinde für seine Offenheit und drückte die Hoffnung aus, dass die gegenseitigen Vorteile durch solche Begegnungen abgebaut werden können.

 

 

Streitschlichter an der OvNBS geehrt

Auf dem Bild sehen Sie von links nach rechts:

Laura Kuna. Lisa Löffler, Laura Weigand, Laura Fischer, Annalena Treutel, Anna Leena Prehl, Tobias Krauße, Katharina Schäfer, Katharina Zifferer, Frau Esther Schilling, Jessica Sobania, Herr Zeller

Es fehlen: Jessica Krenzer, Hasred Sariduman, Clarissa Schmidt

 

Besonders Engagement zum Wohle Aller konnte letzte an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark wieder einmal gewürdigt werden. In einer kleinen Feier überreichte Schulleiter Jochen Zeller den seit einigen Jahren an der Schule tätigen Streitschlichter eine Anerkennungsurkunde.

Die Streitschlichter stehen jede Woche zu festen Zeiten ihren Mitschülerinnen und Mitschüler zur Verfügung, um kleine oder auch große Auseinandersetzungen zwischen ihnen zu schlichten. Dies tun sie mit großem Erfolg, was die Nachfrage nach ihrer Hilfe beweist.

Um für diese Aufgabe fit zu sein, haben die „ehrenamtlichen“ Schlichter eine Reihe von Seminaren besucht, auch außerhalb der Unterrichtszeit.

Herr Zeller dankte den Schülerinnen und Schülern, überwiegend dem 10.Jahrgang angehörend, für ihr Engagement. Es sei natürlich ein gutes Gefühl anderen helfen zu können, andererseits verlange die Tätigkeit auch Verzicht auf Freizeit und auch oft die Fähigkeit sich mit Kritik an der eigenen Tätigkeit auseinander zu setzen.

Besonderer Dank gelte auch der Leiterin der Gruppe, Frau Esther Schilling, die unermüdlich den jungen Leuten bei ihrer schweren Aufgabe Unterstützung leiste.

 

 

Der Spiegel im Spiegel

An der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule laufen die Abschlussvorbereitungen für das Finale des europäischen Kulturprojekts „Der Blick der Anderen“

Wie sieht mich der Andere? Wie sehen wir andere Völker? Wie sehen andere Völker uns? Wer hält uns wie den Spiegel vor? Seit 2009 gehen Schüler und Lehrende der Oswald-von-Nelling-Breuning-Schule dieser spannenden Frage nach. Und sie tun dies nicht allein, sondern im Verbund mit dem Njudungsgymnasiet im schwedischen Vetlanda und dem Institut arquitecte Manuel Raspall im spanischen Cardedeu. Unter dem Dach des europäischen Comenius-Programms für schulische Bildung untersuchen die drei Schulen gemeinsam, wie Nationen einander wahrnehmen und Völkerverständigung gelingen kann – und wie sich diese Themen künstlerisch-kreativ ausdrücken lassen.

Nun war es soweit: Delegationen – Schüler wie Lehrer – aus den drei verschiedenen Ländern des Projekts trafen in Rödermark zusammen, um einander die Arbeit der letzten Monate vorzustellen. Das selbstgestellte Thema war „Volksmärchen“: Jede der Gruppen hatte sich mit einem Märchen aus dem eigenen oder aus einem Partnerland beschäftigt und ganz verschieden in Szene gesetzt. Die Deutschen inszenierten das spanische Märchen „Der Großvater, der Enkelsohn und der Esel“ in Form eines Theaterstücks; die Schweden setzten ganz auf neue Medien und zeigten eine PowerPoint-Präsentation. Die spanische Gruppe hatte gar ein Kunstmärchen von Gabriel Garcia Marquez verfilmt.

Ein weiterer Höhepunkt des Zusammentreffens war ein von Zygmunt Blazejewski, Lehrer an der Nell-Breuning-Schule, geleitetes gemeinsames Kunst-Event: Etwa 25 Schülerinnen und Schüler aus allen drei Nationen wurden angeleitet, über diverse Porträtstudien zunächst ihr „Unbewusstes zu kitzeln“, ihre Kreativität dann ins Bewusstsein zu bringen und schließlich einen gemeinsamen „Fliegenden Teppich“ aus allen Porträts zu gestalten. Dieser wurde in der Aula aufgehängt, wo er während der Öffnungszeiten der Schule nach wie vor zu bewundern ist. „Es ging um Kunst als Gemeinschaftserfahrung“, so Kunstlehrer Blazejewski. „Das Ganze ist eine Analogie dafür, was man als Gemeinschaft auf die Beine stellen kann, wenn man erlebt, dass jeder Teil des Ganzen von Bedeutung ist. Richtig angeleitet, geschieht das bei den jungen Leuten fast von selbst.“

Ein besonderes Forum für das Projekt bot der „Tag der offenen Türen“ der Nell-Breuning-Schule. Die Schule war an diesem Tag für ein breiteres, interessiertes Publikum geöffnet. Die deutsche Band und Theatergruppe des Comenius-Projekts führte hier erstmals ein eigens geschaffenes, expressives Tanztheaterstück auf, das Kennenlernen, Streit und Annäherung zweier Nationen zum Inhalt hatte. Die Zuschauer wurden nicht enttäuscht: Die teils lyrisch-ruhigen, teils bluesig-fetzigen Stücke der Comenius-Projektband (Leitung: Leana Liisa Pirhonen) untermalten die expressiven Stummszenen des klassischen Schwarzlicht-Theaters (Leitung: Pit Mikkelsen) ebenso bewegend wie subtil. Unter Schwarzlicht-Theater versteht man eine besondere dramatische Spielform, bei der Spezialleuchten verwandt werden, die ausschließlich weiße oder neonfarbene Gegenstände bzw. Kleidungsstücke zum Leuchten bringen und somit für den Zuschauer sichtbar werden lassen.

„Die Schüler haben alle Stücke selbst komponiert“, berichtet Musiklehrerin Leana Liisa Pirhonen. „Ich bin selbst ausgebildete Komponistin und kann die hervorragende Leistung der Schüler daher sehr gut einschätzen.“ Und Isabel Fernandez, die zusammen mit Werner Damm das Projekt auf deutscher Seite leitet, meint: „Wir freuen uns darauf, Musik, Tanz und Theaterspiel im Frühjahr in Barcelona zu präsentieren. Wir sind stolz darauf, Teil eines so engagierten und anspruchsvollen Projekts zu sein, von dem nicht nur kulturelle, sondern auch wichtige menschliche ebenso wie pädagogische Impulse ausgehen.“ Das Comenius-Projekt „La mirada del otro“ (Der Blick der Anderen) wird in Cardedeu/Barcelona mit einem gemeinsamen Festival aller beteiligten Schulen im Mai offiziell seinen Abschluss finden.

 

 

Nell-Breuning-Schule: Erfolge bei Jugend forscht

Gleich drei Forschergruppen der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule haben am diesjährigen „Jugend forscht“ Regionalwettbewerb teilgenommen. In diesem Jahr stand dieser größte europäische Wettbewerb für Nachwuchsforscher aus verschiedenen Wissenschaftssparten wie z.B. Biologie, Chemie, Physik und Technik unter dem Motto: „Bring frischen Wind in die Wissenschaft“.

Carolin Engel und Jessica Schumann aus dem Jahrgang 7 belegten einen ersten Platz in dem am stärksten vertretenen Bereich Biologie. In Betreuung von Frau Stiehl-Wege erforschten sie, ob man aus Walnussextrakt Unkrautvernichter herstellen kann. Wer zu Hause einen Walnussbaum hat, weiß, dass darunter nur wenige Pflanzen wachsen. Für die Untersuchung wurde die Wirkung von Walnussextrakt aus Blättern und Schalen auf das Wachstum von verschiedenen Keimlingen beobachtet. Carolin und Jessica konnten feststellen, dass insbesondere das Wurzelwachstum bei allen Versuchsansätzen deutlich beeinträchtigt war.

Carolin Engel, Jessica Schumann

Stimmt es, dass O2-Getränke wirklich eine 15fache Menge an natürlichem Sauerstoff enthalten, fragten sich Karim Achkaf, Stefan Koltermann und Jonas Rebel des Jahrgangs 7 und 8. Dies stimmt tatsächlich, solange die Flasche geschlossen ist, doch nach dem Ausgießen entweicht der gelöste Sauerstoff innerhalb kürzester Zeit. Da der Sauerstoff nicht über den Magen, sondern die Lunge aufgenommen wird, ist der gesundheitliche Nutzen des erhöhten Sauerstoffgehaltes in O2-Getränken fragwürdig. Diese Gruppe erhielt den dritten Platz in der Sparte Chemie sowie den Ernst-Sobotha-Sonderpreis für Wasseruntersuchungen.

Julian Kompa, Stefan Koltermann, Till Weber, Jonas Rebel,

Jessica Schumann, Karim Achkaf, Carolin Engel, Anna-Lena Ohnesorge

Erstmalig beteiligte sich die Nell-Breuning-Schule am Wettbewerb „Jugend forscht“ für Schüler über 14 Jahre. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind bereits das vierte Mal dabei, bisher allerdings im Bereich „Schüler experimentieren“. Anna-Lena Ohnesorge, Julian Kompa und Till Weber aus dem 9. Jahrgang untersuchten mit ihren Betreuern Frau Vallée-Tesnière und Herrn Dr. Heckroth die Fähigkeit verschiedener Gliedertiere, sich unter verschiedenen Bedingungen an Untergründen festzuhalten. Dies ist z.B. wichtig für Tiere, die sich bei starkem Wind auf Blättern festhalten müssen. U.a. mit Hilfe einer Drehscheibe wurden die Tiere unterschiedlichen Kräften ausgesetzt.

Anna-Lena Ohnesorge, Till Weber, Julian Kompa

 

Erneut chinesische Gäste an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule

Zum zweiten Mal innerhalb der noch jungen Partnerschaft konnte die Rödermärker Europaschule ihre chinesischen Freunde aus der Middle School No.1 in Liaocheng in der Provinz Shandong begrüßen. Nachdem bereits im Frühjahr die zweite Schülergruppe der NBS in die chinesische Großstadt, in der Mitte zwischen Shanghai und Peking gelegen, gereist war, konnten nun die Deutschen für zehn Tage ihre Austauschpartner im Rhein-Main-Gebiet willkommen heißen. Das Besuchsprogramm war sehr facettenreich und bot den chinesischen Gästen einen umfangreichen Einblick in das historische, kulturelle, politische sowie gesellschaftliche Leben Deutschlands.

Museen wie das Gutenbergmuseum in Mainz, das Technikmuseum in Speyer, das Liebig Haus in Frankfurt , und der Hessenpark standen ebenso auf dem Programm wie der Besuch im Wiesbadener Landtag mit einer Begrüßung durch den Landtagsvizepräsidenten Frank Lortz . Zusammen mit den Treffen mit Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Roland Kern erhielten die chinesischen Gästen so einen guten Einblick in das politische Leben Deutschlands. Pädagogikprofessor Gruschka führte eine Ganztagesinformation an der Frankfurter Universität durch.

Zusätzlich zu dem umfangreichen Programm hatten die chinesischen Gastschüler jedoch auch ausreichend Gelegenheit sich mit ihren deutschen Gastfamilien auszutauschen, das deutsche Familienleben kennen zu lernen und die doch so unterschiedliche Lebensweise deutscher Jugendlicher zu erfahren. In diesem Zusammenhang wurde von den Gästen aus Liaocheng vor allem das offenere Schulleben mit seiner kürzeren täglichen Arbeitszeiten und die vielen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung als sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Den krönenden Abschluss des Besuchs bildete ein Abschiedsabend mit vielen musikalischen sowie Bild- und Redebeiträgen. Fest vereinbart wurde, dass eine deutsche Delegation bald wieder in Liaocheng mit „Ni hao“ empfangen wird.

 

 

Die Oswald von Nell Breuning Schule auf RTL

Unser Angebot "Early Morning Sports" war Inhalt eines Beitrags von RTL Hessen und wurde am 10.02.2011 um 18:00 in der Sendung RTL-Regional ausgestrahlt.

Wer den Beitrag verpasst hat und ihn sich anschauen möchte findet ihn: HIER

 

 

Zum Europa-Sprachdiplom nach Mainz

Schüler der Rödermärker Nell-Breuning-Schule nehmen an europäischer Sprach-Zertifizierung teil

Am 29. Januar war es soweit: Das Institut Francais lud zur großen DELF-Sprachprüfung nach Mainz. 44 sprachbegabte Schülerinnen und Schüler der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule – einer zertifizierten Europaschule - folgten dem Ruf und machten sich am Samstag Vormittag auf den Weg in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, wo die mündliche Prüfung von französischen Muttersprachlern abgenommen wurde. Die schriftliche Prüfung hatte bereits eine Woche vorher in der Schule stattgefunden. Das DELF-Diplom ist ein internationales Sprachenzertifikat des französischen Bildungsministeriums, das in vier Graden von A1 bis B2 verliehen wird. Alle Niveaus waren in der diesjährigen Schülergruppe vertreten. Jetzt heißt es gespannt abwarten, ob alle bestanden haben. Voraussichtlich im Mai kommen die Diplome direkt aus Paris, um den Schülerinnen und Schülern durch Schulleiter Jochen Zeller übergeben zu werden. Die Schüler können mit diesem Diplom in ganz Europa beziehungsweise in der ganzen Welt ihre erreichten französischen Sprachkenntnisse nachweisen. Von den Schülern verlangte dies eine intensive Vorbereitungsphase sowie die Anwesenheit an zwei Samstagen zum Ablegen der Prüfungen.

 

 

Morgen-Fitness macht Schüler wach im Kopf

„Early Morning Sports“ an der Rödermärker Nell-Breuning-Schule bringt Spaß und Power zu früher Stunde

Wenn sich morgens um viertel nach Sieben mehr als 30 Schüler treffen, um freiwillig gemeinsam Sport zu treiben, dann muss an dem dahinter stehenden Angebot etwas dran sein. „Early Morning Sports“ heißt das Fitness-Programm, das die Nell-Breuning-Schule in Rödermark seit September allen Schülerinnen und Schülern anbietet – und das auf stetig wachsende Resonanz stößt: Mehr als 30 Kinder und Jugendliche kann Sportwissenschaftler Thomas Drohmann mittlerweile jeden Morgen begrüßen, um gemeinsam mit ihnen Fußball zu spielen, „Free Running“ anzuleiten, Hindernisparcours zu gestalten und vor allem: gemeinsam Spaß zu haben. „Deutsche Kinder bewegen sich durchschnittlich nur eine Stunde am Tag. Das ist zu wenig, um sich körperlich und geistig angemessen zu entfalten. Ich will durch Early Morning Sports zeigen, dass Bewegung nicht nur fit macht, sondern auch jede Menge Spaß und Gemeinschaftserlebnisse bringt. Das macht jeden Schüler stark“, so Drohmann, der bundesweit Sport-Events für Familien organisiert und in Frankfurt eine Tennisschule unterhält.

Es ist in der Tat auffällig, mit welcher Begeisterung sich die jungen Leute ans Werk machen - trotz der frühen Uhrzeit. „Uns macht es einfach Spaß“, grinsen die beiden Zwillingsbrüder Mateusz und Seweryn, beide aus der 8. Klasse. „Das frühe Aufstehen fällt gar nicht so schwer, und wir spüren, dass wir danach anders am Unterricht teilnehmen. Man ist einfach wacher, konzentrierter“. Dass Bewegung einen messbaren Einfluss auf die Lernfähigkeit hat, ist mittlerweile erwiesen: Das Stillsitzen fällt nach einer Phase der körperlichen Anstrengung leichter und der Geist hat die Fähigkeit, Wissen besser aufzunehmen und kreativ zu verarbeiten.

Im Augenblick sind es vor allem Jungs, die sich beim Ballspielen, den Parcours-Übungen oder auf dem Waveboard (einer Weiterentwicklung des Skateboards) auspowern, aber zunehmend finden sich auch Mädchen zu früher Stunde ein. „Vor allem wegen der Jungs“, schmunzelt Drohmann. Fragt man aber Vanessa, Anja und Aylin, was sie an Early Morning Sports finden, so beteuern sie, dass der Sport für sie zumindest im Vordergrund steht. Sie streiten aber nicht ab, dass auch die Jungs das frühe Aufstehen attraktiver machen.

Early Morning Sports ist kein fixes Programm; die Interessen der Schülerinnen und Schüler finden stets Berücksichtigung. „Vor Kurzem haben sich Oberstufenschüler hier auf die Aufnahmeprüfung bei der Polizei vorbereitet. Dafür haben wir gezielte Übungen herausgesucht“, berichtet Drohmann. „Wir können spezifischen Interessen gut nachgehen.“

Wer als Schüler also morgens nicht nur Spaß haben, sondern sich auch körperlich fit und mental leistungsbereit machen möchte, für den ist Early Morning Sports ein perfekter Start in den (Schul-)Tag. Early Morning Sports beginnt um 7.15 Uhr in der Alten Sporthalle gleich neben der Nell-Breuning-Schule in Ober-Roden und endet um 8.00 Uhr. Wer es infolge ungünstiger Bus- oder Bahnverbindungen nicht rechtzeitig schafft, ist auch noch nach 7.15 Uhr willkommen.

 

 

 

Quelle: Offenbach Post

Schüler-Kunst zum 40.

Geburtstag Nell-Breuning-Schüler zeigen, was sie können I Eins der Projekte wurde bereits mit einem Bundespreis ausgezeichnet

 

Mit einer Aula voller Bilder, Texten und Erinnerungen an 40 Jahre Schulzeit hatte die 40Jahr-Feier der Nell-Breuning-Schule begonnen. Mit einer Aula voller kreativer und teils preisgekrönter kiinstlerischer Ausdrucksstärke beendet die Schule nun ihr Geburtstagsjahr.

"Light, Shadow, Darkness", der Titel der Ausstellung, deutet dabei schon den großen Umfang an. Die Projektarbeiten der 6., 9., 10., 11. und 13. Jahrgänge der Schule schildern von kleinen computeranimierten Bildern bis zu großflächigen Werken, an denen 100 Schüler mitgewirkt haben, oder zur Blackbox, in der assoziative Bilder zu gelesenen Texten präsentiert werden, das ganze Spektrum von der handwerklichen Gestaltung bis zur Bildschirmbearbeitung und mehr.

Beim "Case Modding" des 9. Jahrgangs etwa entsteht beim Gestalten kreatives Computerdesign. Die Hardware wird quasi mitkonstruiert und -gestaltet. Manuel Wurm wurde damit nicht nur Bundespreisträger, sondern hat auch schon Sponsoren für seine Weiterentwicklung.

Das Projekt "Malerei meets Fotografie" mit Projektarbeiten des 11. Jahrgangs etwa war zuletzt in der Videor Art Foundation ausgestellt und hatte dort Publikumspreise eingeheimst.

Das Modeprojekt "Toui" wiederum enthält Skizzen und Entwurfe für Mode, die nicht an der Präsentationswand halt machen wird, sondern auch ihre Weiterung im kommenden Jahr bis hin zum Cat Walk samt Licht- und Soundchoreographie im kommenden Jahr erfahren wird.

Wie die meisten der ausgestellten Projekte hat Kunstlehrer Zygmunt Blazejewski, selbst Künstler und Workshop-Leiter, auch das große Wandbild betreut, an dem 100 Schüler des 6. Jahrgangs mitgestaltet haben: Bäume, Blumen, Schmetterlinge und schwarze Vögel. Es wird demnächst gerahmt und in der NBS seinen Platz finden.

Das Tryptichon "Glück -Angst - Gier" wiederum hat gerade einen. Bundespreis be-kommen. Seine 15 jungen Künstler sind gemeinsam mit ihrem Lehrer und Motivator im Hessischen Landtag ausgezeichnet worden.

Mit in der Vernissage der NBS: ein Projekt "Vielfalt der Kunst" sowie ein Religionsprojekt "Wege" des 9. Jahrgangs oder auch "MedeaStimmen", eine künstlerische Auseinandersetzung mit einem Roman von Christa Wolf, die der 13. Jahrgang präsentiert.

Eine musikalische Performance von Nikita Lingk und Leonie Rauschenberg, gespielt, gesungen und getanzt, bildete einen weiteren akustischen und optischen Reiz für die interessierten Gäste.

 

 

Nell-Breuning-Schule engagiert sich in Pakistan

Solidarität und Engagement für Mitmenschen in Not: Für Schüler und Lehrer an Rödermarks Nell-Breuning-Schule sind das mehr als leere Worte. Am Martinstag erreichte ein Dankesbrief aus Pakistan die Schule. Nach den Worten von Heidemarie Danz, Veranstaltungsleiterin der Schule: „Wir haben den Erlös unseres kürzlich veranstalteten Schulfestes an die pakistanische Hisaar Foundation gespendet, die sich um die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan kümmert. Mitarbeiter dieser wohltätigen Stiftung sind Mitgliedern unseres Kollegiums persönlich bekannt, sodass wir volles Vertrauen in die gute Arbeit dieser Leute haben.  Zusammen mit dem Erlös aus einem  von Sponsoren unterstützten Schullauf konnten wir die Summe von € 4.500 überweisen – weit mehr, als wir erwartet hatten. Und jetzt erfahren wir, dass unser Engagement Früchte trägt.“ Wie die Hisaar Foundation in ihrem Dankesbrief an die Schule mitteilt, werden die Mittel dafür eingesetzt, die Not leidende Bevölkerung mit Medizin, Nahrungsmitteln und besonders sauberem Trinkwasser zu versorgen. „Dass Sie uns jetzt helfen, ist nicht selbstverständlich“, so die Hisaar Foundation in ihrem Brief an die Schule. „Gerade jetzt, wo das Spendenaufkommen trotz der großen Not im Lande drastisch zurückgeht, schätzen wir das Engagement der Nell-Breuning-Schule besonders. Vielen Dank für Ihre Hilfe“.

Die Nell-Breuning-Schule ihrerseits richtet einen besonderen Dank an die Sponsoren des genannten Schullaufes. „Ohne die großzügige Unterstützung zahlreicher Privatpersonen und Firmen wäre unsere Spende nicht möglich gewesen“, freut sich Heidemarie Danz.

 

 

BAZZ für Nell-Breuning-Schule auf Platz 2

Aus einem Pool von mehr als 70 Bewerbern hatte es die Gruppe BAZZ, die Schulband der Nell-Breuning-Schule, unter die letzten 25 im Wettbewerb „Schulstar 2010“ von YOUFM, Jugendsender des Hessischen Rundfunks, geschafft. Am 2. November machte der Schow-Truck des Senders auf dem Schulgelände Station und der Schulhof tobte, als Frontfrau Julia Pühler (Keybord/Gesang), Daniel Andres (Schlagzeug), Maurice Breslein (Bass), Jimi Joel Eyrich und David v. Soosten-Höllings-Lilge (beide Gitarre) die Bühne betraten.

Zum Wettbewerbstitel Ignorance von Paramore verwandelte sich das Schulgelände in eine Konzerthalle. Der Auftritt der Schulband wurde gefilmt und online gestellt (Link finden Sie HIER) . Die Stimmung hielt bis zum Voting am Wochenende an. Unter den 5 Bands, schaffte es BAZZ als jüngste Band in der Wochenentscheidung auf Platz 2! Leider tritt die Gruppe damit im Finale nicht mehr an, da nur die Sieger den Einzug erreichen. Das stimmte einige Fans traurig, für die jungen Musiker war es ein jedoch großartiger und kaum erwarteter Erfolg.

Sie stehen mit 13 bzw. 14 Jahren erst am Anfang ihrer Karriere. „Im nächsten Jahr treten wir wieder an!“, war dann auch das Fazit von BAZZ, deren Dank den Fans und vor allem Peter Pühler und Bernd Andres, die Mentoren, Übungsleiter, Ideengeber, Bühnengestalter und vieles mehr für BAZZ sind und ohne ohne die dieser Erfolg nicht möglich geworden wäre.

 

 

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule trauert um ihren ersten Schulleiter, Herrn Joseph Bell

Herr Kollege Bell hat unserer Schule in den ersten schwierigen Jahren Grundlage und Halt für die spätere Entwicklung gegeben. Unter dem Namen Rodgauschule brachte er 1970 mit einem jungen dynamischen Kollegium die Schulreform, die integrierte Gesamtschule, in unsere Region.

1923 in Münster geboren, hat Herr Bell seine Ausbildung zum Lehrer in Jugenheim erfahren, war ab März 1946 Lehrer in Ausbildung in Radheim im damaligen Kreis Dieburg, kam dann nach Ober-Roden an die Trinkbornschule, die damals eine Grund- und Hauptschule war.

1970 wurde er Leiter der zuvor neugegründeten Mittelpunktschule, die zur integrierte Gesamtschule mit Förderstufe als erstes komplettes Bildungsangebot in unserem ländlichen Raum aufgewertet wurde.

Die Arbeit stellte eine große Herausforderung an alle Beteiligten dar. Neue unerprobte Lehrpläne mussten umgesetzt und auf ihre Tauglichkeit eingeschätzt, neue Beurteilungssysteme getestet werden.

Dies unter der Beobachtung einer kritischen Öffentlichkeit, die in Teilen den Untergang der abendländischen Kultur durch diese Schule befürchtete. In diesen Zeiten hielt Joseph Bell Kurs, gab den jungen Kollegen Sicherheit und führte den Disput mit den Kritikern.

Für die Kolleginnen und Kollegen und die Schulgemeinde hatte er stets ein offenes Ohr, sein Rat war gefragt.

Seine Beharrlichkeit und sein Gespür für richtiges Handeln ermöglichten uns später den erfolgreichen Ausbau unserer, seiner, Schule. Dabei ging es ihm immer um die Sache, Selbstdarstellung war nicht der Zweck seines Handelns.

Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule wird ihrem Gründungschulleiter ein ehrendes Andenken bewahren.


Schüler der Nell-Breuning-Schule auf dem Weg zum Gondoliere

In ihrer Aktionswoche im September hatten Schüler aus den Italienischkursen der Oberstufe der Nell-Breuning-Schule Gelegenheit, an einem Gondelkurs in Venedig teilzunehmen.

Ihre Italienischlehrerin, Frau Tücking-Gruschka, die selbst begeisterte Gondoliera ist, führte die Schüler schon vor Antritt der Reise auf dem heimischen Main in die Kunst des Gondelns ein. Es wurden dabei nicht die typischen schwarzen Touristengondeln benutzt, sondern andere venezianische Ruderboote, auf denen man auch im Stehen rudert.

In Venedig setzte dann ein venezianischer Gondoliere den Unterricht fort. Der Höhepunkt war sicherlich die Tour am letzten Tag des Kurses durch die Hauptverkehrsader Venedigs, den Canal Grande, wo die Schüler zu einem beliebten Fotomotiv der Touristen wurden. Es war schon ein ganz besonderes Erlebnis, unter der berühmten Rialto-Brücke und entlang der prächtigen venezianischen Paläste zu rudern. Nachdem die Schüler die ganze Tour ohne Karambolagen geschafft hatten, war der Gondoliere sehr stolz auf seine Schüler und diese natürlich genauso auf sich selbst. Das schönste Lob für ihren Lehrer war jedoch ihre Freude am Rudern.

Nach den Ruderstunden am Vormittag gab es am Nachmittag Kulturprogramm in Venedig und am Abend wurde zusammen italienisch gekocht.

Auch am Italienischunterricht nach dem Abendessen hatten die Schüler großes Interesse, da sie nicht nur die Anweisungen ihres Gondellehrers verstehen wollten, sondern auch Spaß daran hatten, sich mit ihm in Italienisch zu unterhalten.

 

 

Auftritt unserer Schulband BAZZ beim Stadtfest in Ober Roden

 

Beim Stadtfest "Midde noi" in Ober Roden trat am 27.6. unsere NBS-Schulband BAZZ erstmals open air auf. Vor hunderten begeisterten Zuhörern spielten Daniel Andres (Schlagzeug), Maurice Breslein (Bass), Jimi Joel Eyrich (E-Gitarre), Julia Pühler (Keybord und Gesang) und David v. Soosten-Höllings-Lilge (E-Gitarre und Gesang) Lieder von Farin Urlaub, Nirvana, Pink, Liquido, Tayler Swift, Paramore und Katie Perry.  Nach dem Super-Auftritt winken unserer Schulband jetzt bereits wieder neue Engagements.

 

 

 

Commenius Projekt mit Schweden

Den Bericht gibts HIER als PDF

 

Voll was auf die Löffel – Schüler lernen gesundheitsbewusstes Kochen

„Super cool – wir dürfen mit dem Starkoch Mirko Reeh kochen“, so die Schülerinnen und Schüler der Koch-AG der Oswald-von-Nell-Breuningschule in Rödermark..

Voller Erwartung, was gekocht wird, traf die Gruppe im Kochstudio des Meisterkochs in Frankfurt ein. Zunächst erklärte Mirko Reeh wie wichtig eine gesunde Ernährung ist und dass gesund und lecker essen kein Widerspruch ist. Dann ging es richtig los. Die Zutaten waren alle schon vom Team des Herrn Reeh vorbereitet und es galt nun, ein leckeres Menue daraus zu kochen. Gemüse wurde geschnippelt, die Nudelmaschine angeworfen, Hähnchenrouladen gefüllt und gewickelt. Mirko Reeh half beim Würzen und Abschmecken und gab viele Tipps zum Nachkochen. Als Nachtisch wurden Heidelbeermuffins gebacken.

Schnell stand das leckere Menue zum Probieren bereit. Es gab eine Karotten-Ingwersuppe, selbstgemachte Pasta mit Gemüsebolognese, mit Parmesan gefüllte Hähnchenrouladen und die leckeren Muffins.

 

Wir werden vierzig

Ein stolzes Jubiläum kann in diesem Jahr unsere Schule feiern: Am 28.08.1970 nahm unsere Schule unter dem Namen Rodgauschule im heutigen Gebäude mit 9 Klassen der Förderstufe und 8 Klassen des  7. Schuljahr ihre Arbeit auf.

Träger der Schule war damals ein Schulzweckverband der selbständigen Gemeinden Eppertshausen, Nieder-Roden, Urberach und Ober-Roden.

Wir werden dieses Jubiläum u.a. zum Anlass nehmen, die Geschichte unserer Schule im Wandel der Zeiten darzustellen, an die 70 Jahre zu erinnern und die Ehemaligen unsrer Schule zusammenzuführen.

Mehr sei heute nicht verraten.

(Pressebericht 10.1.2010)


Urkunde für erfolgreiche „Französinnen und Franzosen“
DELF - Diplôme d'Etudes en Langue Française

Mit dem Einstieg in das international anerkannte Zertifizierungsprogramm DELF hat unsere Schule vor einigen Jahren begonnen. Vor kurzem konnten wieder einmal – verspätet eingetroffene - Urkunden an erfolgreiche Schülerinnen und Schüler überreicht werden. Die Schüler haben, bis auf eine Ausnahme, im 6. Jahrgang mit dem Erlernen der Sprache unseres westlichen Nachbarn begonnen und legten die Einstiegsprüfung A1 im Sommer letzten Jahres ab. Sie benötigten keine der sonst üblichen Zusatzkurse sondern erreichten ihre Leistungen auf der Grundlage ihres lehrplanmäßigen Unterrichts. Im April steht nun die Prüfung für A2 an.


Schulleiter Zeller zeigte sich erfreut über den Leistungsstand des Kurses, lobte die Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement und bedankte sich bei der Leiterin, Frau Sabine Berkard für ihren besonderen Einsatz. Besonders hob er den Leistungsstand von Julika Devaux hervor, die 99,5 von 100 Punkten erreichte.


Für die Einführung der DELF Prüfungen an unserer Schule hatte vor einigen Jahren Frau Helene Orantes gesorgt.


Folgende Schülerinnen und Schüler erhielten die Urkunde:

Yannic Brühl, Julika Devaux, Sebastian Grubert, Lars Hagenlocher, Sonja Harich, Martin Schirpke, Joel Towoua, Karlotta Weck, Lukas Willmutz, Patrick Schrod alle 9. Jahrgang und Ronja Wetzold 10. Jahrgang